Margit Carstensen (* 29. Februar 1940 in Kiel) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin. Bekanntheit in der Öffentlichkeit erlangte sie unter anderem durch ihre Rollen in den Produktionen von Rainer Werner Fassbinder.
[>>]Quelle: Wikipedia
Margit Carstensen (* 29. Februar 1940 in Kiel) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin. Bekanntheit in der Öffentlichkeit erlangte sie unter anderem durch ihre Rollen in den Produktionen von Rainer Werner Fassbinder.
Bühnenkarriere
Die Tochter eines Arztes verbrachte ihre Kindheit und Jugend in ihrer Geburtsstadt. Nach dem Abitur absolvierte sie ab 1958 eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg. Erste Bühnenengagements folgten in Kleve, Heilbronn, Münster und Braunschweig. Für eine vierjährige Tätigkeit wechselte sie 1965 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg; dort übernahm sie unter anderem Hauptrollen in Stücken von John Osborne und Lope de Vega. 1969 folgte sie einem Ruf an das Theater der freien Hansestadt Bremen, wo sie Rainer Werner Fassbinder kennenlernte. Unter seiner Regie entstanden bedeutende Theater- und Filmproduktionen, die Margit Carstensen bundesweit bekannt machten. So spielte sie die Vittoria in Carlo Goldonis Komödie Das Kaffeehaus (1970 verfilmt), die Rolle der Serienmörderin Geesche Gottfried in der Uraufführung von Fassbinders eigenem Stück Bremer Freiheit sowie den Titelpart in der Ibsen-Adaption Nora Helmer (1974 verfilmt).
Nach Stationen in Darmstadt (1973-1976) und nochmals Hamburg spielte Carstensen ab 1977 an den Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin. 1982 wechselte sie zu Hansgünther Heyme nach Stuttgart, 1995 nach Bochum. In der Zwischenzeit nahm sie Gastrollen an allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen an, so z.B. mehrfach an den Münchner Kammerspielen. In der Saison 2003/04 war sie am Wiener Burgtheater in der Uraufführung von Elfriede Jelineks Stück Bambiland zu sehen; Regie führte Christoph Schlingensief. Eine längerfristige Zusammenarbeit ging sie an verschiedenen Häusern (z.B. in Bochum und München) mit dem Regisseur Leander Haussmann ein. 2011 brillierte sie an der Seite von Martin Wuttke an der Berliner Volksbühne in René Polleschs Stück "Schmeiss dein ego weg".
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.