Utama Bolivien, Frankreich, Uruguay 2021 – 87min.

Filmkritik

Utama

Filmkritik: Teresa Vena

In atemberaubenden Landschaftsbildern erzählt der Film von der unerschütterlichen Liebe eines älteren Ehepaars füreinander und für ihre Heimat, die ihnen viel abverlangt. Ohne moralisierend zu wirken trifft, das Drama den richtigen Tonfall, um uns vor Augen zu führen, dass für einige der Klimawandel bereits längst lebensbedrohliche Ausmasse angenommen hat. Ruhig und geduldig inszeniert der bolivianische Regisseur Alejando Loayza Grisi den asketischen Alltag Vertreter der Quecha, der Ureinwohner Boliviens.

Er verzichtet darauf, diesen zu romantisieren, zeigt vielmehr die Verzweiflung und Enttäuschung, die in den Gesichtern seiner Protagonisten, die er sehr nahe ins Bild rückt, zu lesen ist. Der Film ermöglicht ihnen, bis zuletzt ihre Würde zu bewahren, ohne auch die Motive des Enkels, der die jüngere Generation und die repräsentiert, die sich für ein weniger traditionelles Leben in der Stadt entschieden haben, begreiflich zu machen.

07.02.2022

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Kommentare

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thomasmarkus

vor einem Tag

still, traurig, ein Schwanengesang?
Und irgendwie doch tröstlich.
Ganz eigen: die Lamas...


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