Halloween Ends USA 2021 – 120min.

Filmkritik

Die letzte Filmklappe wird geschlagen

Théo Metais
Filmkritik: Théo Metais

Es schien undenkbar... David Gordon Green hatte es jedoch versprochen, als er das Franchise 2018 wieder aufnahm. Nun ist es soweit und die 1978 von John Carpenter ins Leben gerufene Saga erlischt erneut.

«This is the End» sangen The Doors, und da sind wir nun, unwiderruflich, am Ende dieser 2018 begonnenen Trilogie. «Halloween Kills» war sicherlich das tiefgründigste Kapitel von David Gordon Green, «Halloween Ends» wird ein freundlicher Abschluss davon sein. Eine Hintertür, in der sich die Burleske von Danny McBride (Co-Autor) und der dem Franchise innewohnende Gore kreuzen. Der Humor wird fast zum «Scary Movie» der Halloween-Saga und stellt sich in den Dienst eines Mythos, den zu begraben unmöglich schien, und doch.

Wenn man schon ein x-tes Monster vor dem Ende erfindet, wenn man schon an die Comic-Ästhetik grenzt (man denke an «Black Hole» und «DC»), wenn man schon zu kitschig, zu explizit, zu vorhersehbar ist, David Gordon Green hat sich das alles gefallen lassen. Der Film, der wie ein abendfüllender Hybridfilm aussieht, der sowohl ein drittes Kapitel ist als auch für sich allein stehen kann, ist breit gefächert und umarmt das Genre mit einer ansteckenden Hingabe. Schließlich sei noch erwähnt, dass die Saga mit der Bewahrung des Mythos Michael Meyers zu Ende ging. Eine drehbuchtechnische Meisterleistung, die uns daran erinnert, wie sehr diese Trilogie immer das Ergebnis einer unerschütterlichen Bewunderung für das Werk von Carpenter und Debra Hill war.

13.10.2022

3.5

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Kommentare

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as1960

vor einem Jahr

Ich bin ein Fan des Original-Halloween aus dem Jahre 78. Und ich habe schon lange akzeptiert, dass es wahrscheinlich nie eine gutes Pre- oder Sequel geben wird. Nun den Machern von "Halloween Ends" will ich das Bemühen etwas Originelles zu bringen zugute halten. Aber das Resultat ist äusserst bescheiden. Michael Myers war stets eine One-Man-Show, ohne grosse Erklärungen. Da passt diese Story über den bedrängten, unglücklichen Aussenseiter einfach nicht dazu. Sorry, no-go. Immerhin ist nach diesem Ende die Erwartungshaltung an das bestimmt kommende Halloween-Reboot nicht sehr hochMehr anzeigen


Patrick

vor einem Jahr

Der letzte Teil ist ein Drama um einen Netten Aussenseiter/Einzelgänger der vom Bösen umreißen wird und das Böse durch Gesellschaftliche Ereignisse in sich lässt,und Michael Meyers wird in die Nebenhandlung verlegt.Um doch mehr Horror und Schock zu erzeugen wird mit plötzlich lauten Tönen gearbeitet.Das Finale kommt ziemlich Spannend daher und ist ein würdiger Abschluss oder Neubegin (?). Fazit:Ist passabel aber das Orginal wird für immer Unschlagbar sein.Mehr anzeigen

Zuletzt geändert vor einem Jahr


wendigo2009

vor einem Jahr

Von der neuen Halloween-Trilogie ist dies für mich eindeutig der beste Teil. Man muss sich auf die Nitzsche Grundidee einlassen, das Böses entstehen kann, wenn man zu sehr in den Abgrund hinab blickt. Das Thema Mobbing, Schuldzuweisung, Stigmatisierung wird interessant in die Geschichte eingebunden und hebt ihn deutlich über das Niveau durchschnittlicher Horror-Streifen. Wer nur Michael Myers will, steht sich selbst im Wege. Wer nur Metzeleien im Minuten-Takt will, muss anderswo glücklich werden. Wer sich auf die Geschichte einlässt, wird mit einem sozialen Drama im knallharten Horror-Kostüm belohnt, das sich Zeit nimmt für die Figurenentwicklung und so Spannung aufbaut, bevor Halloween definitiv in Würde und Schrecken endet. Wunderbarer Abschluss - gut, habe ich mir den Film trotz der Zuschauerkritiken angeschaut. Als alter Halloween-Fan der ersten Stunde bin ich zufrieden und glücklich aus dem Kino gegangen.Mehr anzeigen


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