Nightlife Deutschland 2020

Filmkritik

Durch die Nacht in Berlin

Laura Hohler
Filmkritik: Laura Hohler

Willkommen bei den Hartmanns- Regisseur Simon Verhoeven feiert mit seiner Komödie Nightlife das berühmt-berüchtigte Nachtleben der deutschen Hauptstadt. Dank Starbesetzung und gelungenen Dialogen hält der Film die Spannung bis zum Schluss.

Milo (Elyas M’Barek) und Renzo (Frederick Lau) sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Gemeinsam machen sie ihre Leidenschaft zum Beruf und arbeiten als Barkeeper in einem angesagten Berliner Club. Der charmante Milo wacht regelmässig bei fremden Frauen auf, sehnt sich aber nach einem beständigen Leben mit Familie und allem drum und dran. Renzo, ein hoffnungsloser Chaot mit Drogenkurier-Vergangenheit, schafft es nicht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen und gerät daher oft in Schwierigkeiten mit der Berliner Unterwelt.

Gemeinsam planen die beiden, ihren eigenen Club zu eröffnen, und hoffen auf einen Kredit bei der Bank. Als eines Tages Milos Traumfrau, Sunny (Palina Rojinski), an seiner Bartheke sitzt, weiss er, dass sie die Richtige ist – und überredet sie zu einem Date. Doch Sunny ist nur noch ein Wochenende in der Stadt, bevor sie beruflich für acht Monate in die USA fliegt. Und die Berliner Unterwelt stellt sich Milos Datingplänen ebenfalls in den Weg…

In Nightlife arbeitet Simon Verhoeven mit einem bestens eingespielten Team: Bereits in der Komödie Traumfrauen von Anika Decker konnte man das Trio Infernale – bestehend aus Elyas M’Barek, Palina Rojisnki und Frederick Lau – zusammen sehen. Die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern stimmt, was sich auch auf der Leinwand bemerkbar macht: Nightlife lebt von witzigen und bissigen Dialogen, abwechslungsreichen Szenen und viel Action.

Dabei nimmt Verhoeven auch das Berliner Nachtleben mit allen seinen Eigenheiten aufs Korn und zelebriert es zugleich. Durch schnelle Ortswechsel und stylische Aufnahmen zeigt er die verschiedenen Seiten des Berliner „Nightlife“ – schicke Bars, angesagte Underground-Clubs, „Spätis“ und romantische Sonnenaufgänge am Ufer der Spree. Doch auch Themen wie Freundschaft und Loyalität, Dating im Tinder-Zeitalter und alles rund um die Liebe kommen in Verhoevens Komödie nicht zu kurz.

So hält der treuherzige Milo trotz seinen vielen Eskapaden zu seinem Freund Renzo. Und die als „old school“ geltende Sunny empört sich beispielsweise über ihr Tinder-Date, das neben ihr im Bett schon nach neuen Bekanntschaften sucht. Wenn auch der Film nicht allzu sehr in die Tiefe geht, so sorgt er zumindest für gute, kurzweilige Unterhaltung – und das praktisch ohne Unterbruch.

11.02.2020

4

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Kommentare

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Taz

vor 3 Tagen

Nichts spezielles, lebt von den witzigen Szenen, bietet aber rundherum nicht viel Stoff. Darstellerisch sehr solid, hätte aber als knackiger 90 Minüter mehr Sinn gemacht. So läuft das Ganze immer wieder aus dem Ruder und verhaspelt sich in unnötigen Szenen und viel Gebabbel.


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