CH.FILM

Lost in Paradise Tschechische Republik, Schweiz 2020 – 90min.

Filmkritik

Lost in Paradise

Filmkritik: Teresa Vena

Das Spielfilmdebüt der jungen Regisseurin Fiona Ziegler will zu viel auf einmal: Liebes- und Emanzipationsgeschichte sowie kulturelle Studie zugleich. Was herausgekommen ist, ist leider keines von allem glaubwürdig. Der Stoff ist zu dünn, was die verschiedenen Rückblenden, die nur wenig Mehrwert bieten, auch nicht kaschieren können. Es gehe schneller, die Klischees aufzuzählen, die der Film nicht bedient, meinte ein Zuschauer nach der Vorstellung. Tatsächlich kommen die Trinkfestigkeit der Tschechen, der (übertriebene) Ehrgeiz von Einwanderer oder der Generationenkonflikt wenig gefiltert, kaum differenziert darin vor.

Auffällig ist zudem das Frauenbild, das der Film vermittelt. Die vier weiblichen Figuren, die nur Staffage der Handlung sind, stellen entweder die naive, sanftmütige Schönheit, die hysterische Helikoptermutter, die sitzen gelassene Ex, die sich auf ihre Mutterrolle mit dem besten Freund der Hauptfigur freut oder die Geschäftsfrau, die als etwas peinlichen Hausdrachen ihrem Mann jedes Vergnügen verwehrt, dar.

07.02.2022

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