The Addams Family USA 2019 – 87min.

Filmkritik

Wenig Neues von der Addams Familie

Gaby Tscharner
Filmkritik: Gaby Tscharner

Eine animierte Version der beliebten Monsterfamilie mit Starstimmen von Charlize Theron oder Finn Wolfhard lässt die Addams-Message „Es ist okay, anders zu sein“ wieder aufleben.

Gomez und Morticia Addams (englische Stimmen Oscar Isaac und Charlize Theron) leben mit ihren Kindern Wednesday (Chloë Grace Moretz) und Pugsley (Finn Wolfhard) in einem verlassenen Irrenhaus in New Jersey, das neben einer Neustadt namens Assimilation liegt. Margaux Needler (Allison Janney), die TV-Moderatorin einer Do-it-Yourself-Show, ist verantwortlich für die pastellfarbene Vorortidylle und plant, den Gruselpalast zu gentrifizieren und die Addams Familie aus der Nachbarschaft zu jagen.

The Addams Family besinnt sich zurück auf seine Wurzeln. Kreiert 1938 von Charles Addams als Comicstrip für das renommierte New Yorker Magazin, lehnt sich die neueste Version dieser verrückten Familie visuell ganz ans Original an. Inhaltlich blieb die Message in all diesen Jahren die gleiche, „Was ist denn schon normal?“ oder „Toleranz für Leute, die anders Leben als wir.“ Während sich die Live-Action-Version aus den 90er-Jahren (Addams Family Values) als Satire auf George W. Bushs konservative Familienpolitik verstand, versetzt die neueste Geschichte nun dem Luxussanieren unserer Städte durch Starbucks & Co. einen Hieb ans Schienbein.

Die Addams Familie sind zwar bizarre Leute mit grotesken Angewohnheiten, sie sind aber auch eine liebevolle Familie. Margaux hingegen ist die Personifizierung von Homogenität, wie sie uns von Grosskonzernen als ideal vorgegaukelt und aufgezwungen wird. Die Einwohner von Assimilation haben ein Erkennungslied: „Was ist so toll daran, du selbst zu sein, wenn du wie alle anderen sein kannst”, eine Hymne, die uns an „Everything is Awesome” aus dem Lego-Film erinnert. Im Gegensatz dazu endet dieser Song jedoch zynisch: „It’s easy to be happy, when you have no choice.” Es ist einfach, glücklich zu sein, wenn du keine Wahl hast.

Für Fans bietet The Addams Family alle beliebten, schrägen Figuren wie das eiskalte Händchen, den Butler Lurch, der nur den einen Satz „Sie haben geläutet“ sagt, und Cousin It, dem hier Rapper Snoop Dogg seine Stimme leiht. Die Regisseure Conrad Vernon und Greg Tiernan, die uns Sausage Party gebracht haben, liefern mit dem animierten Film gute Unterhaltung, aber nur wenig Neues. Der Film eignet sich wohl am besten für Kinder, die bisher noch nichts von dieser queren Familie gehört haben. Denn schliesslich ist es einfach, glücklich zu sein, wenn du keine andere Wahl hast.

23.10.2019

3

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Kommentare

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tuvock

vor 7 Monaten

Es hat mich gewundert dass dieser 85 Minuten lange Film weltweit 203 Millionen US $ eingespielt hat, ja er ist schräg, das eiskalte Händchen geht mit Löwe spazieren, Fester wird dauernd von Wednesday von Pfeilen durchbohrt, liebt Gräber und Hängen, Pugsley der Sohn ist hyperaktiv und spielt mit Sprengstoff, Raketen und möchte seine Schwester töten die ihm immer eines voraus ist, sie sind alle Freaks, keiner will sie aber gerade die Freaks sind so dass sie andere Leute akzeptieren.

Die 723 Team Mitglieder haben mit den 22 Sprechrollen von Schauspielern gute Arbeit geleistet was die Zeichnungen angehen nur sind sie so was von unrealistisch passen nicht zusammen, sind blöd eigentlich weil Morticia den Rock hebt und 1.000 Spinnen kriechen hervor oder so und machen einen Weg über ein Bodenloses Loch über das sich keiner wundert wie das wo entstanden ist und wohin das geht.

Die alte Serie wurde ja absichtlich so gedreht. Die Addams Family ist eine Fernsehserie und die Kreation des US-amerikanischen Zeichners Charles Addams.

Was sich für Kinder ein bisschen schräg fand war das mit dem Geist das fand ich nicht gut. Sie scheinen alle einen Pakt mit dem Okkulten und Übernatürlichen zu teilen. Und das ist etwas das nie in einen Kinderfilm soll, das sind Dämonen, das Böse und das gehört nicht hierher.

Damals als die in Cartoons 1938 erschienen sind hätte nie wer gedacht dass das so viel hinter sich herziehen würde. Dann entdeckte das TV die Cartoons und drehte 1964 oder so eine Serie, die natürlich besser als die Filme waren aber nicht ganz viel besser, die mit Angelica Houston waren ja ur super.

Die Neufassung der Serie mit 65 Folgen in den 1990 er Jahren war Dreck. Die damaligen Darsteller waren John Astin (Gomez), Carolyn Jones (Morticia), Jackie Coogan (Onkel Fester), Ted Cassidy (Lurch), Blossom Rock (Granny), Lisa Loring (Wednesday) und Ken Weatherwax (Pugsley). Und das sind die Besten gewesen, man hat so wenig erfahren über die Addams so an sich woher sie kamen wohin sie gingen wieso sie so waren aber egal die waren super, kurze Folgen fertig. Lustig war ja auch die Erfindung die Addams menschlicher als Menschen und netter zu machen und das waren sie auch, da wurden Werte gelebt wenn auch schräge. Ach ja wer auf Disney Comics steht, Die Entenhausen-Figur Gundel Gaukeley basiert auf Morticia A. Addams. Und wie die Serie abgesetzt wurde, da hat man alle Requisiten gestohlen von der alten Serie, die tauchen nie wieder auf. Und ursprünglich wollte John Astin den Butler spielen bis man den großen Lurch fand.

Um was geht es nun im Zeichentrickfilm:

Die Addams sind anders als andere Familien – was oftmals nicht akzeptiert wird. Das mussten Vater Gomez (Oscar Isaac) und seine Frau Morticia (Charlize Theron ) bereits spüren, als sie unmittelbar nach ihrer Hochzeit von wütenden Dorfbewohnern aus ihrer Heimat verjagt wurden. Mit Gomez’ Bruder Fester (Nick Kroll ) gelang ihnen die Flucht und in einem verlassenen Sanatorium haben sie ein neues Zuhause gefunden. Dort sind auch Tochter Wednesday (Chloë Grace Moretz) und Sohn Pugsley (Finn Wolfhard) aufgewachsen. Nun, 13 Jahre später, steht Pugsleys Mazurka an, eine Tradition, bei der er sich beweisen muss, obwohl er statt mit dem Schwert zu kämpfen, lieber Sprengstoff einsetzt. Zu dem festlichen Anlass ist die gesamte Familie geladen – sehr zum Missfallen von Margaux Needler (Allison Janney). Die nach außen stets lächelnde Medienpersönlichkeit plant, eine Siedlung mit 50 Häusern zu verkaufen. Wenn bekannt wird, dass die skurrilen Addams oberhalb der auf Gleichklang und Einheitlichkeit geschalteten Community wohnen, würde der Deal platzen. So beginnt Margaux, mit allen Mitteln, die Community gegen die Addams aufzuwiegeln …

Die Idee eine Geschichte beginnen zulassen, dann vergeht viel Zeit, hier 13 Jahre ist ja Recht nett, aber ich muss sagen ich mag die Addams aber hier habe ich mich eher gelangweilt wenig gelacht, viel zu viel war übertrieben. Nicht dass die Dialoge schlecht waren sie waren ausgelutscht irgendwie, es fehlte Spannung, es fehlte Innovation, viel war so was von übertrieben wie z.B. das Mädchen in 1 Minute eine Frankenstein Maschine baut um Frösche zu erwecken die dann als Zombie Frösche über die Kinder herfallen im Unterricht beim Frösche sezieren, so ein Quatsch.

Die Idee auch mit der Bösen Frau Margaux Needler die ja die Immobilien in der Kleinstadt alle verkauft hat und das Anwesen der Addams zerstören will weil die sich ihr Haus nicht bunt anmalen lassen ist nett mehr nicht.

Was mich auch störte es sind keine liebevollen Zeichnungen gewesen. Interessant war die Mazurka vom Jungen aber das was man sah so was von übertrieben das fand ich nicht gut, ja die Figuren sind nett gemacht ohne Zweifel aber irgendwie nicht gut in Szene gesetzt worden das Drehbuch war auch nett, aber man erfährt viel zu wenig über die Addams das hätte man jetzt ändern können. Das eiskalte Händchen war in der Originalserie übrigens eine rechte Hand keine Linke. Obwohl das auch oft gewechselt hat.

Wie auch in der alten Serie hat hier Gomez seinen Kopfstand wo er Yoga macht. Onkel Fester ist Gomez 'Bruder, während er in der Originalshow Morticias Bruder war und ich muss sagen der wirkt mit seiner schrillen Deutschen Stimme echt dämlich und gar nicht lustig, hässlich irgendwie und nicht liebenswert was ja bei Zeichentrickfilmen schon sein sollte denke ich.

Und eine Verbindung zu einem anderen Film gab es auch. Der Baum in der Nähe des Hauses der Addams heißt Ichabod. Dies bezieht sich auf Ichabod Crane, die Hauptfigur in Tim Burtons „Sleepy Hollow“. Aber keiner wundert sich wieso der Baum lebt und ich hatte es als Zuseher auch gerne gewusst. Was auch vielleicht noch zu erwähnen wäre, wegen der alten Serie, es wurde ein Großteil des Sets rosa gestrichen, um die richtigen Schwarz-, Weiß- und Grautöne für die Schwarzweißvorführung zu erhalten. Wenn dass die Zuseher damals gewusst hätten.

Ja was soll ich sagen, ich mag Zeichentrickfilme aber den nicht so sehr weil er zu übertrieben ist und zu schräg. Nicht liebevoll gezeichnet und nicht charmant ist daher vergebe ich nur 72 von 100 Punkten.Mehr anzeigen


Patrick

vor 11 Monaten

Witzig und ziemlich liebenswert sowie verpackt in einem Gruseligen Lock.Aber die Story ist so Dünn wie ein Spinnennetz und sollte etwas mehr hergeben.Fazit:Ist Anfangs sehr gelungen und witzig (z.b.Das Händchen das ein Fuss Fetisch ist), ist aber mit der Zeit (nur) noch eine nette Grusel~Story.Die genau so Spass macht wie eine Geisterbahn Fahrt,ist aber dennoch schnell wieder vergessen.Dafür gibts von Mir von Mir 3.1/2 Spinnennetze von 5.Mehr anzeigen

Zuletzt geändert vor 11 Monaten


thomasmarkus

vor einem Jahr

Das eigentliche Monster hat eine rot-gelbe Frisur und twittert drauflos


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