Men In Black: International USA 2019 – 115min.

Men In Black: International

Filmkritik

Neues Team, alte Mission

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Sony wagt mit Men in Black: International den Reboot der erfolgreichen Reihe – dies aber so, dass man die vorherigen drei Filme nicht negiert, sondern einfach mit neuen Figuren eine gänzlich neue Geschichte erzählt. Mit Chris Hemsworth und Tessa Thompson, die sich beide schon aus Thor: Ragnarok kennen, hat man ein frisches Duo, bei dem die Chemie stimmt.

Ein altgedienter Agent (Chris Hemsworth) und eine Neueinsteigerin (Tessa Thompson) müssen in London den Anstandswauwau für einen königlichen Ausserirdischen spielen, der gerne feiert. Hinter ihm sind zwei ausserirdische Killer her, die auf der Suche nach etwas sind, das in Besitz des Alien-Adels ist. Als sie angreifen, stürzen sie die Agenten H und M damit in ein Abenteuer, das sie quer durch Europa und Afrika treibt und daran zweifeln lässt, dass bei den Men in Black noch alles so läuft, wie es soll – derweil nicht nur das Schicksal der Erde, sondern das des gesamten Universums auf dem Spiel steht.

Men in Black: International hat alles, was ein Sommer-Blockbuster braucht: gute Figuren, schöne und exotische Settings, einwandfreie Action, knackige Effekte und spritzigen Humor. Nur bei der Geschichte hapert es etwas, denn originell ist es nicht, was Matt Holloway und Art Marcum sich ausgedacht haben. Stattdessen hat man das Gefühl, dass man sich hier ausgiebig aus dem Baukasten der abgehalfterten Story-Ideen bedient hat. Das geht dann leider auch Hand in Hand mit der Besetzung einer ganz bestimmten Rolle. Gibt es einen Verräter, wird der im modernen Hollywood praktisch immer mit einem namhaften Star besetzt. Entsprechend ist man als findiger Zuschauer den beiden Men in Black eine Nasenlänge voraus, was die Auflösung der Geschichte betrifft.

Dass diese nicht gerade Preise für die Originalität gewinnt, kann man vor allem aus einem Grund verschmerzen: Pawny. Das ist eine ausserirdische Schachfigur, ein Bauer, der das Team aus H und M ergänzt und den Humorlevel deutlich nach oben treibt. Er wird sehr gelungen von Kumail Nanjiani, der demnächst in Stuber zu sehen ist, gesprochen.

Zwar reisst Men in Black: International storytechnisch keine Bäume aus, die Umsetzung sorgt aber für flotte, mehrheitlich gelungene Unterhaltung, was auch und gerade an der gut aufgelegten Besetzung liegt. Als Auftakt für eine neue Reihe taugt der Film zudem ebenfalls, da man H und M ebenso wie früher J und K gerne wiedersehen würde. Denn allen Schwächen zum Trotz ist dies Sommerkino, das dem einen Anspruch, den man an Popcornkino hat, auch wirklich gerecht wird: Der Film macht Spass.



13.06.2019

3.5

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Kommentare

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maennele

vor einem Tag

Gewohntes Schema der 'alten' MIB-Filme. Trotzdem sehr gut gemacht mit neuen Aspekten, neuen Akteuren und witzigen Einfällen. Die Schluss-Szene ist vielleicht ein bisschen sehr üppig ausgefallen. Ansonsten wunderbare Unterhaltung!


walter-Oliver

vor 6 Tagen

Die Aliens als kleine kuschelige Wesen mit grossen Augen sind nur ein Ersatz für Babies und Ponys für Mädchen. Dieser Film ist für Weiber.


Patrick

vor 6 Tagen

Ein Witziges & Action~Geladenes Popcorn Kino,das über die fast 2 Stunden laufzeit unterhält.Aber leider kommt das ganze auch etwas Belanglos daher,deshalb ist das ganze nach dem Filmabspan auch wieder vergessen.Ich gebe Men in Black aber dennoch gute 3.1/2 Sterne von 5.Der Schweizer Anatole Taubman ist in einer Mini Rolle zu sehen,also aufgepasst.Mehr anzeigen


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