Hotel Transylvania 3: A Monster Vacation USA 2018 – 98min.

Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub

Filmkritik

Leinen los!

Christopher  Diekhaus
Filmkritik: Christopher Diekhaus

Im mittlerweile dritten Animationsabenteuer rund um den liebenswerten Dracula verschlägt es den transsilvanischen Blutsauger und seine Monster-Freunde auf ein Kreuzfahrtschiff. Neben Erholung und romantischen Gefühlen steht auch die Auseinandersetzung mit einem alten Widersacher auf dem Programm.

Da sie ihren Vater für überarbeitet hält und ihm endlich etwas Zeit zum Entspannen schenken möchte, bucht Draculas Tochter Mavis (Stimme im Original: Selena Gomez) heimlich eine Schiffsreise für den vermeintlich stark gestressten Vampirfürsten und seine Liebsten. Tatsächlich wirkt der verwitwete Hotelbesitzer aber vor allem deshalb geknickt, weil er sich nach einer Frau an seiner Seite sehnt und mit einer Dating-App bislang keine Erfolge erzielen konnte. Auf dem Kreuzfahrtdampfer begegnet Dracula (Adam Sandler) der Kapitänin Ericka (Kathryn Hahn) und ist sofort hin und weg von der charismatischen Menschenfrau. Dummerweise ahnt er nicht, dass die Angebetete die Urenkelin seines alten Gegenspielers Abraham Van Helsing (Jim Gaffigan) ist, der mit dem Blutsauger noch eine Rechnung offen hat.

Auch im dritten Teil der Hotel Transsilvanien-Reihe versprüht das umfangreiche Figurenpersonal einen skurril-sympathischen Charme und wird in manchen Szenen in herrlich amüsante Turbulenzen geschleudert. Urkomisch ist unter anderem der Flug zum Bermuda-Dreieck, dem Startpunkt der Kreuzfahrt, den Dracula und seine Monster-Freunde in einer von Gremlins gelenkten Klapper-Maschine mit Ach und Krach unbeschadet überstehen. Eine Episode, die vor anarchischen Einfällen und kleinen, lustigen Details nur so strotzt. Wie schon in den Vorgängern greift Regisseur Genndy Tartakovsky häufig auf einen eher kindgerechten Slapstick-Humor zurück, bemüht sich aber ebenfalls um Anspielungen für erwachsene Kinogänger, wobei wirklich gewitzte Pointen Mangelware sind.

Trotz fraglos gelungener Passagen sticht erneut ins Auge, dass die Geschichte recht austauschbar daherkommt. Emotionale Momente wirken oftmals arg behauptet. Und einige Entwicklungen – besonders im Fall der zwielichtigen Ericka – gestalten sich zu vorhersehbar, um den Betrachter ernsthaft zu überraschen. Etwas mehr hätte man ferner aus dem Schauplatzwechsel machen können, der allenfalls solide Meeres-Impressionen liefert, anstatt tatsächlich atemberaubende neue Welten zu eröffnen. Dass Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub im Trickfilmmittelmass stecken bleibt, liegt auch am übertrieben hektischen, beliebig zusammengebastelten Finale, das zu sehr auf Überwältigung setzt und den ganz kleinen Zuschauern durchaus Angst einflössen könnte.

16.07.2018

3

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Kommentare

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thomasmarkus

vor 2 Monaten

Bildspektakel mit interessanter musikalischer Schlusspointe. Sollte Maccarena die Welt retten?


Sarina

vor 2 Monaten

Unterhaltsam...


maria_gleichweit

vor 3 Monaten

Uns hat’s gefallen


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