Pettersson und Findus - Das schönste Weihnachten überhaupt Deutschland 2016 – 80min.

Filmkritik

Katerstimmung an Weihnachten

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Viel hat sich seit dem ersten Teil, der 2014 in die Kinos kam, nicht getan. Regisseur Ali Samadi Ahadi hat erneut einen schönen Film für die ganze Familie erschaffen, inklusive all der Figuren, die schon im Original vorhanden waren. Nur eines ist diesmal anders: Petterson musste neu besetzt werden, nachdem Ulrich Noethen ausstieg. An seine Stelle trat Stefan Kurt, der seine Arbeit nicht minder überzeugend gemacht hat.

Weihnachten steht vor der Tür. Petterson verspricht seinem Kater Findus das schönste Weihnachtsfest überhaupt, aber dazu sind noch einige Vorbereitungen vonnöten. Als Petterson und Findus in den Wald gehen, um einen Christbaum zu fällen, geschieht ein Unfall. Petterson verstaucht sich den Fuß und kann kaum noch etwas machen. Vor allem nicht die notwendigen Einkäufe, um ein beschauliches Weihnachtsfest veranstalten zu können. Einige von Pettersons Freunden bieten ihre Hilfe an, aber der Eigenbrötler ist zu stur. Er will niemandem zur Last fallen, aber damit droht, das schönste Weihnachten überhaupt ins Wasser zu fallen.

Erneut hat Thomas Springer das Drehbuch geschrieben. Wie schon beim Vorgänger nutzt er verschiedene Geschichten als Vorlage, was erneut zu einer episodischen Erzählstruktur führt, der hier jedoch durch das gemeinsame weihnachtliche Thema entgegengewirkt wird. Petterson und Findus – Das schönste Weihnachten überhaupt basiert auf Sven Nordqvists Geschichten "Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" (1989) und "Morgen, Findus, wird's was geben" (1995). Verbindendes Element der Geschichten ist nicht nur Weihnachten, auch die enthaltene Botschaft ist schön. Immerhin wird dem jungen Zuschauer gezeigt, dass es keine Schande ist, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil, es zeugt von Stärke, sich eigene Schwächen eingestehen zu können.

Wie schon beim Vorgänger lebt der Film von seiner künstlichen Atmosphäre. Es ist gelungen, die Optik der zugrundeliegenden Geschichten nachzuahmen. Darüber hinaus verströmt der Film das Gefühl einer Theaterinszenierung, weil die Sets eine unwirkliche, aber heimelige Atmosphäre aufweisen.

Der weihnachtliche Spaß ist beste Unterhaltung für die ganze Familie. Findus ist erneut toll getrickst, Stefan Kurt sieht mit seinem Hut und seinem Bart Ulrich Noethen zum Verwechseln ähnlich und die ganzen, süßen Kleinigkeiten wie die im Haus herumwuselnden Mucklas sind das Tüpfelchen auf dem I. Dies ist perfekte Unterhaltung für Kinder, die aber auch ältere Zuschauer durchaus genießen können. Da darf es auch gerne noch einen dritten Teil geben.

14.11.2016

4

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