The Lego Ninjago Movie Dänemark, USA 2017 – 101min.

The Lego Ninjago Movie

Filmkritik

Everything is less awesome

Gaby Tscharner
Filmkritik: Gaby Tscharner

Eine Gruppe von High-School Studenten, die in ihrer Freizeit als Ninjas agieren, müssen ihre Heimatstadt NinjaGo beschützen. Lloyd (im Original: Dave Franco), der grüne Ninja, ist aber nicht nur Kämpfer für die Gerechtigkeit, er ist gleichzeitig auch der Sohn des Überbösewichts Garmadon (Justin Theroux), ein vierarmiger Kriegsherr, der ganz NinjaGo ausrotten will. Unter der Leitung des weisen Sense Master Wu (Jackie Chan) machen sich die Ninjas auf die Suche nach der ultimativen Waffe, in der Hoffnung, dass diese ihre Stadt retten und als Nebenwirkung vielleicht Lloyds Beziehung mit seinem Vater kitten kann.

Bisher haben die Lego Filme alle unsere Erwartungen übertroffen. Der Lego Movie und der Lego Batman Movie sind sensibel, selbstironisch und voll anspruchsvollem Witz, der auch von Erwachsenen geschätzt werden kann. Der aktuelle Film aus der Reihe lebt vom gekonnten Schlagabtausch zwischen Lloyd und Garmadon, der von Jennifer Anistons Ehemann Justin Theroux als eine Art manischer Darth Vader gesprochen wird. Die Vater-Sohn Begegnungen enden darin, dass Lloyd sich vom Vater nicht geliebt fühlt. „Wie kann ich dein Leben ruiniert haben, wenn ich gar nie da war“, argumentiert der Bösewicht, der in den Vorwürfen seines Sohnes kein Körnchen Wahrheit sehen kann. Die wilden Kampfszenen und verwirrenden Verfolgungsjagden können die Aufmerksamkeit des Zuschauers jedoch kaum halten. Eine Hauskatze namens Meowthra bietet bessere Unterhaltung als die lauten Action-Szenen à la Transformers, in denen sich die Teen-Ninjas mit ihren Mech-Gefährten Gefechte liefern.

Die Frage stellt sich, für wen der Lego NinjaGo Movie eigentlich gemacht wurde. Während die beiden Vorgänger die Dänische-„Chlötzliwelt“ lediglich als Ausgangsort benutzten, um eine interessante Geschichte zu erzählen, scheint NinjaGo ein gewisses Wissen, was das Kinderspielzeug anbelangt, vorauszusetzen. Basierend auf einer Reihe von Lego-Bausets und einer TV-Serie, die nicht viel mehr als ein glorifizierter Werbespot für die Plastik-Bausteine war, ist das neuste Werk viel weniger selbstkritisch als seine beiden Vorgänger. Aber von einem Kinderfilm, der von sechs Autoren und drei Regisseuren zusammengestiefelt wurde, ist eine gewisse Eigenwahrnehmung wohl zu viel verlangt. Auch in der Welt des Filmemachens gilt wohl: Zu viele Köche verderben den Brei.

25.09.2017

2

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Kommentare

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zuckerwättli

Amüsant und effektmässig der Hammer. Nichts wahnsinnig Neues, aber besser als The Lego Batman Movie.

The Lego Ninjago Movie 4

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