Der Marsianer - Rettet Mark Watney USA 2015 – 141min.

Der Marsianer - Rettet Mark Watney

Filmkritik

Schiffbrüchig im All

Gaby Tscharner
Filmkritik: Gaby Tscharner

Ridley Scotts optimistischster Film seit Jahren spielt einmal mehr im Weltall, aber diesmal werden keine Astronauten von Aliens attackiert. The Martian mit Matt Damon erinnert an Cast Away, nur ohne Volleyball Wilson.

Auf einer fehlgeschlagenen Mission zum Mars in der nicht allzu fernen Zukunft wird Astronaut Mark Watney (Matt Damon) während eines schweren Sandsturms von einer Antenne getroffen und verletzt. Seine Crew, unter der Führung von Kapitän Lewis (Jessica Chastain), hält ihn für tot und lässt ihn schweren Herzens auf dem roten Planeten zurück. Aber Watney überlebt und muss nun Wege finden, mit NASA Kontakt aufzunehmen und zu überleben, bis ihn die nächste Mission zur Erde zurück bringt.

Ridley Scotts filmische Adaption des Romans von Andy Weir ist eine Geschichte über den unermüdlichen Lebenswillen eines Menschen. Ohne den Horror von Alien, die Metaphysik von Interstellar oder die Dramatik von Gravity konzentriert sich The Martian in erster Linie auf den Einfallsreichtum eines Menschen, der in einer feindlichen Landschaft voller Sand und Geröll überleben und Nahrungsmittel für die nächsten Jahre produzieren muss.

Ähnlich wie in Robert Zemeckis' Film Cast Away beobachten wir den Menschen in einer Extremsituation und fragen uns, wie wir reagieren und handeln würden. Während Tom Hanks in seiner Einsamkeit beinahe den Verstand verliert und mit einem Volleyball namens Wilson zu sprechen beginnt, hat Watney die moderne Technik, die ihm Gesellschaft leistet. Auf dem zurück gelassenen Laptop eines Crewmitglieds sind unzählige Disco-Hits gespeichert und mit einer Computerkamera hält er seine Gedanken und Erlebnisse als Videotagebuch fest.

Für einen Film von Ridley Scott, der für düstere, apokalyptische Zukunftsvisionen wie Alien und Blade Runner bekannt ist, ist The Martian ein erstaunlich optimistischer und lebensbejahender Film. Seit The Good Year, in dem sich Russell Crowe auf Selbstfindung in die Provence begibt, haben wir von Scott keinen solchen Feelgood-Movie wie diesen mehr gesehen. In The Martian wirkt der Optimismus jedoch echt und nicht aufgesetzt, als wäre er die Idee eines Studio-Bosses gewesen.

08.10.2015

4

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Kommentare

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Janissli

vor 2 Jahren

Fand den Film echt super, wobei er gegen Ende etwas zu unrealistisch wurde.


dominic_auf_der_maur

vor 3 Jahren

Recht gut. Spannend Aber mit der Zeit ein wenig langweilig.


Deg89

vor 3 Jahren

Ein packender Überlebendskampf in Space? Nein! Dieser Fim zeigt mehr die Besiedlung eines fremden Planeten und die Grenzen, die dem Menschen im Wege stehen. Es ist zudem interessant zu sehen wie forschrittliche Technik zum Überleben im Verhältnis zur Lebenserweiterung steht. Die vielen technischen Erklärungen von Nebenfiguren werden allerdings etwas lachhaft dargestellt.Mehr anzeigen


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