Die Eiskönigin - Völlig unverfroren USA 2013 – 102min.

Filmkritik

Für immer Winter

Christopher  Diekhaus
Filmkritik: Christopher Diekhaus

Unterlegt mit flotten Gesangseinlagen, entführt uns der neue Animationsfilm aus dem Hause Disney in eine winterliche Welt, die von liebevoll gezeichneten Figuren bevölkert wird und eine einfache Botschaft bereithält: Vertraue auf die Kraft der wahren Liebe!

Elsa, die zukünftige Königin von Arendelle, hat sich stets von der Außenwelt abgeschottet, da sie über magische Kräfte verfügt. Anlässlich ihrer Krönung öffnet der Palast jedoch für einen Tag seine Türen. Auf dem Fest verliebt sich Elsas kleine Schwester Anna in den Adligen Hans und erbittet den Hochzeitssegen der neuen Königin. Elsa ist über so viel Naivität erzürnt und setzt versehentlich ihre Kräfte frei. Mit fatalen Folgen, denn sie verwandelt das Reich in eine einzige Schneelandschaft. Erschrocken über sich selbst, ergreift Elsa die Flucht und lässt ihr aufgebrachtes Volk zurück. Um Arendelle vom Frostzauber zu befreien, macht sich Anna schließlich auf die Suche nach ihrer Schwester und begegnet dabei dem Eisverkäufer Kristoff, seinem Rentier Sven und dem Schneemann Olaf.

Seit geraumer Zeit hat Hollywood das Potenzial klassischer Märchenstoffe für sich entdeckt. Ein Trend, der auch in Disneys neuem Animationsabenteuer Spuren hinterlässt, das lose auf Motiven aus Hans Christian Andersens Kunstmärchen "Die Schneekönigin" basiert. Thematisch bleibt der Film dem Geist anderer Produktionen aus der Mäuseschmiede verhaftet, geht es doch einmal mehr um die Kraft der wahren Liebe, um Vertrauen und Freundschaft. Ebenso typisch sind die Gesangseinlagen, die das Innenleben der Figuren nach außen kehren und dem Geschehen zusätzliche Dynamik verleihen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Disney-Filmen verzichtet Die Eiskönigin auf einen klar umrissenen Bösewicht, zumindest bis zu einer überraschenden Wendung im zweiten Teil. Vielmehr ist es die an sich liebenswerte Elsa, die ohne es zu wollen, zur antagonistischen Kraft wird. Eine schöne Variation der üblichen Schwarz-Weiß-Malerei.

Was die kleinen wie auch die großen Zuschauer vor allem in den Bann schlagen dürfte, sind die fantasievoll gestalteten Figuren und ihre freundschaftlichen Beziehungen. Ob es nun die Annäherung zwischen Anna und Kristoff ist, oder das vertrauensvolle Verhältnis zwischen dem Naturburschen und seinem Rentier, kleine Gesten und charmante Geplänkel sorgen immer wieder für Erheiterung. Heimlicher Star des Films ist fraglos Schneemann Olaf, der mit seiner herzerfrischenden Art und seiner Tollpatschigkeit für die komischsten Momente verantwortlich ist. Auch wenn der Animationsspaß zum Ende hin ein wenig fahrig gerät, stimmt er das Publikum sehr schön auf die kalte Jahreszeit ein.

10.03.2014

4

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Kommentare

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Barbarum

vor 6 Jahren

So einfach gestrickt, es tut beinahe schon weh. Doch hat der Film unbestreitbar einiges an Charme, man kommt nicht umhin, ihn trotzdem irgendwie zu mögen.

Zuletzt geändert vor 4 Jahren


TenshiXIII

vor 6 Jahren

super film:)


Vaya Vayopolos

vor 7 Jahren

Ein sehr schöner und lustiger Film!


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