Die Hüter des Lichts USA 2012 – 97min.

Die Hüter des Lichts

Filmkritik

Der widerstrebende Superheld

Thomas Hunziker
Filmkritik: Thomas Hunziker

Superhelden sind gross in Mode. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Weihnachtsmann und der Osterhase als mutige Kämpfer gegen böse Mächte antreten dürfen. Trotz dieser etwas bemühten Besetzung bezaubert der Animationsfilm Rise of the Guardians durch eine magische Bilderwelt.

Der eine bringt Geschenke an Weihnachten, der andere Eier an Ostern. Sie ersetzt ausgefallene Zähne durch Münzen und der letzte sorgt für angenehme Träume. Gemeinsam sind der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und der Sandmann dafür verantwortlich, dass die Hoffnungen und Wünsche der Kinder erfüllt werden. Doch ihnen droht Gefahr durch eine dunkle Gestalt: Der Butzemann Pitch Black will den Glauben der Kinder an die Wächter zerstören und die Welt in Angst und Dunkelheit stürzen. Da wählt der Mann im Mond den verspielten Jack Frost als neues Mitglied der schützenden Helden aus. Doch der muss zuerst seinen inneren Antrieb für die verantwortungsvolle Aufgabe finden.

Für einmal dienen also nicht Comics als Vorlage, sondern die Mythologie aus den nordeuropäischen und angelsächsischen Ländern für die Helden in einem rasanten, leichtfüssig inszenierten Abenteuer. Rise of the Guardians trumpft dabei vor allem durch verführerische visuelle Einfälle auf. Wie für einen Animationsfilm üblich, ist die Geschichte über einen jungen Menschen, der seine eigenen Stärken finden muss, nicht nur mit moralischen Lehrstücken, sondern auch mit reichlich Humor ausgestattet. Dafür sind vor allem die Elfen und Yetis in den Werkstätten des Weihnachtsmannes verantwortlich, aber auch der trotz eindrücklicher Statur etwas neurotische Osterhase. Für angenehme Schauer sorgen die Auftritte von Pitch Black, der mit seinen Nachtmahren in Pferdegestalt an die Episode Night on Bald Mountain aus Fantasia erinnert.

Obschon die Wächter in Rise of the Guardians auch im asiatischen Raum die Zähne einsammeln, so ist der Film durch die Wahl der Figuren doch ganz auf ein Publikum im westlichen Kulturraum ausgerichtet. Dass es regionale Unterschiede in der Folklore gibt, wird in einer Szene angedeutet, in der die Zahnfee in Frankreich auf die Zahnmaus trifft, die auch in Spanien und lateinamerikanischen Ländern für den Austausch von Zähnen gegen Münzen zuständig ist. Überschneidungen von Bedeutungen gibt es ebenfalls bei Figuren wie dem Weihnachtsmann, der in Nordamerika an Weihnachten Geschenke verteilt, während der Nikolaus oder Samichlaus im deutschsprachigen Raum schon früher unterwegs ist. In Russland wiederum wird diese Aufgabe durch Väterchen Frost übernommen, der dort ausserdem wie Jack Frost die Verkörperung des Winters ist. Doch um solche Details kümmert sich die Filmemacher von Rise of the Guardians nicht. Stattdessen liefern sie einfach ein kurzweiliges und faszinierendes Märchen ab.

17.12.2012

4

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Kommentare

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surbi

vor 5 Jahren

schöner trickfilm mit originellen interpretation von beliebten sagenfiguren und guter storyline


Barbarum

vor 5 Jahren

Mir fehlt hier einfach das Salz in der Suppe und zuviel fühlt sich konstruiert an und auch schien mir einiges unlogisch. Aber ansehen kann man ihn sich durchaus. Nur sollte man keinen allzu grossen Wurf erwarten.


tuvock

vor 5 Jahren

Ja da gibt es viel Stoff zu erzählen. Zahnfee, sie ist etwas zickig, sie ist witzig, sie ist abenteuerlustig und ist froh endlich nach 450 Jahren im Außendienst zu sein, Santa der sich schon auf ein Wettrennen mit Hase und Sandmann freut, versucht mit allen anderen Geschenke zu organisieren, denn wenn Kinder Geschenke bekommen, dann glauben sie auch wieder an Sagengestalten. Naja klar, dir fällt als Kind ein Zahn aus, du legst ihn unter den Kopfpolster, hast ein Geschenk und glaubst an die Zahnfee, und die guten Figuren haben wieder Macht.

Der schwarze Mann, er heißt PITCH, ist natürlich nicht gerade amused, und man stellt ihn im Film auch so da, er hat die besten Züge, vom Drehbuch her, interessant ist er, geheimnisvoll während andere leider nur Fantasy Figuren sind, was nicht heißt dass sie nicht super gemacht sind, nein überhaupt nicht, sie haben alle einen guten Charakter, oder halt 'ne gute Charakterzeichnung, sie alle haben eine gute Geschichte, eine interessante Vergangenheit, sie alle haben Vorzüge und wie sagt man? Eigenheiten und Dinge die solche Figuren eigentlich interessant machen. Sie alle haben Charakter und das zählt ja nun mal wirklich.

An Jack Frost übrigens gefällt mir übrigens dass er der Suchende ist, der mit der Mystik in der Geschichte, Jack hat meiner Meinung nach die beste Rolle im Drehbuch, er ist es der alles zusammenhält, ja er ist ja auch der Held und ohne ihn wäre die Geschichte meiner Meinung nach nicht so gut.

Während Sandmann SANDY eigentlich für die Witze zuständig ist, und zwar für die unfreiwilligen, ja manchmal ist der Film komisch, was ja super zu einem Zeichentrickfilm passt, aber dass er von ein oder 2 Figuren gemacht wird, der Witz, ja das ist auch nicht neu, aber das es Sagengestalten sind dass sie zusammenarbeiten, das ist neu.

Der Osterhase, ja der hat mir sehr gut gefallen, Junggeselle, 1, 85 Meter groß wie er sagt, Tai Chi Master, 200 Km/h schnell und von sich sehr überzeugt, er ist es wieder, auf den man als Zuseher die meiste Hoffnung setzt wenn es um das Harte geht, um Kampf und Gefahr.

Der Film bietet aber auch noch mehr, eigentlich wären ja alle glücklich wenn die Kinder an alle Fantasy Figuren glauben würden, die meisten Figuren haben ja schon aufgegeben da sie keine Lust mehr haben, die Kinder glauben nicht mehr ans sie, bald könnten sie arbeitslos sein, man hat schon fast aufgegeben, keiner will sich mehr die Hände schmutzig machen und so wie früher arbeiten. Hase müsste Eier färben, Millionen, und in einer Nacht austeilen, wie Santa allen Kindern Geschenke machen muss und 1 Milliarde Kilometer für 4 Milliarden Kinder in einer Nacht fahren muss, aber das tut er nicht mehr. Nur mehr ganz wenig.

Dagegen ist Jack Frost derjenige der nach Hunderten von Jahren immer noch um die Gunst der Kinder kämpft, und das ist auch eine Facette die den Film umso reicher macht, denn Kinder sind es die am meisten zählen, Ihre Fantasy, Ihr kindlicher Glaube ist es der uns am meisten gefällt und Ihr Vertrauen ist es was uns imponiert, aber das ist wohl zu viel rein gedacht.

Das Buch auf dass der Film basiert ist vom Amerikanischen Schriftsteller William Joyce das nicht gelesen habe. Mir reicht der Film, und auch wenn er hervorragend ist, Nein ich kaufe mir das Buch nicht, wozu lesen wenn es Filme gibt.

Was den Film noch so super macht ist dass er für Kinder geeignet ist, für Erwachsene, das es Wortduelle gibt, Witze und Action, dass die Figuren super umgesetzt wurden, und dass der Film spannend ist, es geht um Gut und Böse, der Film hat viele neue Dinge und herrliche Momente, ja er ist einfach super.

Leider hat man im Film zu viel verwurschtet, Klischees, Plot Twists, man kann die Handlung oft erraten das fand ich nicht so gut, aber alles in allem ist der Film hervorragend, ich habe mich wilder und glücklicher gebärdet als so manches Kind im Kino und ich muss sagen, der Film ist nicht nur gut animiert sondern spannend und sehr gut gespielt oder gezeichnet.

Ich würde sagen, wem der hervorragende Film " Die Legende der Wächter" gefallen hat, dem wird der Film noch mehr gefallen.Mehr anzeigen


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