Battleship USA 2012 – 131min.

Filmkritik

Die Aliens greifen wieder an

Filmkritik: Cindy Hertach

Ballern, dröhnen, explodieren: Wuchtige Special Effects spielen in Peter Bergs Science-Fiction-Kracher, einer Verfilmung des gleichnamigen Brettspiels, eindeutig die Hauptrolle. Im monumental inszenierten Krieg zwischen Mensch und Alien ist die Story eher dünn geraten. Umso exzessiver wird die überdimensionale und computeranimierte Materialschlacht zelebriert.

Mitten im Pazifik führt eine internationale Kriegsschiff-Flotte eine Übung durch und stösst dabei auf ein rätselhaftes Bauwerk aus Metall. Admiral Shane (Liam Neeson), zu dessen Leuten Alex Hopper (Taylor Kitsch), dessen Bruder Stone (Alexander Skarsgård) und Raikes (Rihanna) zählen, beschliesst, das unbekannte Objekt zu untersuchen. Es entpuppt sich als riesige Maschine einer ausserirdischen Rasse namens Regents. Die den Menschen technologisch überlegenen Regents haben es auf die Ressourcen der Erde abgesehen und greifen die Schiffsflotte unmittelbar nach dem ersten Kontakt an. Admiral Shane und seine Crew entscheiden sich zum Gegenangriff und eröffnen damit eine gewaltige Schlacht, die sich bald auf Land und Luftraum ausdehnt.

Nach den beiden Spielzeug-Actionfiguren G.I. Joe und Transformes bringt der US-amerikanische Spielwaren-Konzern Hasbro nun einen weiteren Artikel aus seinem Sortiment auf die Kinoleinwand. Der alte Brettspiel-Klassiker "Schiffe versenken" dient dem Regisseur Peter Berg (Hancock) und seinen Drehbuchautoren-Team Erich und Jon Hoeber als Aufhänger für ein exzessives Action-Spektakel. Die Story des 200 Millionen Dollar teuren Science-Fiction-Bombasts wurde schon oft und möglicherweise besser erzählt, ist aber eigentliche sowieso nur Nebensache. Der Kampf gegen Raubbau betreibende Aliens bietet Peter Berg ausreichend Vorwand, um in einer Filmlänge von 131 Minuten einen - auf animationstechnisch hohem Niveau - kriegerischen Schlagabtausch und gleichzeitigen Hochglanz-Werbefilm der US-Armee zu inszenieren.

Wer sich für epische Schlachtszenen, Dauerbombardements und originelles Maschinen- und Raumschiffdesign begeistern kann, wird dem Film auf jeden Fall etwas abgewinnen können. Allen anderen droht ab Peter Bergs kostspieligem und sinnentleertem Edeltrash nach kurzer Zeit gähnende Langeweile. Mit ihrer Marketing-Strategie, Filme zum Spielzeug zu produzieren, steht die Firma Hasbro übrigens erst am Anfang: Freuen wir uns auf die mit Ridley Scott geplante Adaption von Monopoly.

21.11.2016

3

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Kommentare

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Deg89

vor 5 Jahren

Der schlechteste 3-stellige Millionenfilm den ich je gesehen habe. Story und Figuren passen sich einem unlogischen Szenario an. Dadurch wirkt auch die Action mit ihrer Abfolge von Explosionen sehr lang- und langatmig.


Barbarum

vor 5 Jahren

Ziemlicher Schwachsinn, aber die letzte halbe Stunde ist recht unterhaltsam.


monsoleil

vor 5 Jahren

Schlecht, langweilig, sinnlos


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