Mr. Poppers Pinguine USA 2011 – 94min.

Filmkritik

Auf dünnem Eis

Dimitrios Athanassiou
Filmkritik: Dimitrios Athanassiou

Er gilt als König der Grimassenschneider: Jim Carrey drückte bereits vielen Komödien seinen Stempel auf und erntete auch für manch ernstere Rolle Beifall. Mit Mr. Popper's Penguins begibt er sich aber auf zu dünnes Eis.

Der Prolog entführt in die Zeit, als der kleine Tommy Nacht für Nacht darauf wartet, dass sein Vater, der als Forscher um die Welt reiste, sich bei ihm per Funk meldet. Drei Jahrzehnte später hat sich Tom Popper (Jim Carrey) zu einem Mann entwickelt, für den die Karriere an erster Stelle steht. Das kostet ihn die Ehe. Seine Kinder, einen Junge und das heftig pubertierende Mädchen, liebt Tom allerdings über alles, auch wenn er öfters keine gute Figur als Vater abgibt.

Eines Tages gelangt er zu einem merkwürdigen Erbe: Aus zwei gut gekühlten Holzkisten flattern ihm sechs tolldreiste Pinguine entgegen, die nichts als Schabernack im Kopf haben. Tom wäre die Vögel, die seine Designerwohnung auf den Kopf stellen, am liebsten schnell wieder los, seine Kinder halten sie aber für ein Geschenk, was die Sache verkompliziert. Überdies gibt es auch eine positive Seite: Tom bekommt über die Vögel wieder einen Draht zu seinen Kindern und möglicherweise eine zweite Chance bei seiner Ex-Frau Amanda (Carla Gugino). Und dann ist da auch der Typ vom New Yorker Zoo, der ihm die Pinguine wegnehmen möchte.

Mr. Popper's Penguins siedelt sich irgendwo zwischen biederer Disney-Lookalike-Comedy und gefühltem Dr. Dolittle-Derivat an. Doch dem Film mangelt es an Charme, Originalität, Tempo und Dialogwitz. Zähes und langatmiges Geplapper vermag die Gemüter der älteren Semester kaum zu erheitern, und die selten "fetzigen" Slapstickeinlagen fesseln die Jüngeren nicht dauerhaft an die Kinosessel.

Der Klamauk bietet Alt und Jung kaum Höhepunkte, die Rahmenhandlung - das Familiendrama - verdient nicht einmal den grossen Namen. Negativ ins Gewicht fällt zudem die Vermenschlichung der Pinguine, die albern und dümmlich wirkt und den ganz Kleinen wieder einmal einen falschen Eindruck von tierischem Verhalten suggeriert. Schön anzuschauen sind die antarktischen Bewohner ohnehin nur, wenn sie in natura und nicht als CGI-Animationen über die Leinwand watscheln.

15.07.2011

2

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Kommentare

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abu_jamal

vor 5 Jahren

Jim Carrey ist lustig. Ich und mein Sohn lieben Penguine. Kann man schauen...


maege70

vor 9 Jahren

Den Kindern hat's gefallen - ich fand's durchschnittlich (vielleicht lag's an den immer gleichen Grimassen von Jim Carrey?)


Yuran

vor 9 Jahren

Jim Carrey und 6 Pinguine, für mich als Carrey Fan ein Muss. Ernste Themen überdeckt mit Komik und tierisch lustigem Einsatz.
Wer glaubt Pinguine können nicht fliegen hat sich geschnitten.


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