Killer Elite Australien, USA 2011 – 116min.

Filmkritik

Same Same But Different

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Mit dem gleichnamigen Film von Sam Peckinpah hat Killer Elite nichts am Hut. Regisseur Gary McKendry bezieht sich auf eine (mehr oder minder) wahre Geschichte und bietet prominent besetzte Actionkost, wie sie in den 70er und 80er Jahren nicht unüblich war.

Ein Auftragskiller (Jason Statham) steigt aus dem Geschäft aus, aber nur ein Jahr später muss er noch einmal aktiv werden. Sein Freund und Mentor Hunter (Robert De Niro) wurde von einem arabischen Scheich entführt, der ihn nun zwingen will, Jagd auf die drei Mörder seiner Söhne, die während des Oman-Kriegs ums Leben kamen, zu machen. Das Problem: Die Killer sind Mitglieder der britischen Spezialeinheit SAS und werden von ihrer Regierung geschützt.

Dass der Film 1981 spielt, ist eigentlich ohne Bedeutung. Auch der einleitende Text, der aufzeigen soll, dass die Welt damals in einer nicht minder großen Krise steckte als heute, ist irrelevant, weil jedes Brimborium rund um die relativ einfach gestrickte Killer-Geschichte eigentlich überflüssiger Ballast ist. Es tut ja letztlich nichts zur Sache, wer wann und wo ein Mordkomplott plant.

Dass für Killer Elite kein Millionenbudget im dreistelligen Bereich bereit gestellt wurde, muss man als Vorteil erachten, denn so kann der Film nicht Explosionen und Blockbuster-Action bieten, sondern muss einen eher realistischen Ansatz wählen. Zwar ist der Schnitt immer wieder zeitgemäss hektisch, aber alles in allem wirkt der Film fast wie aus einer anderen Zeit. Er ist inspiriert von den Action-Thrillern der 70er und 80er Jahre. Das ist es auch, was ihn aus dem Action-Einheitsbrei, in dem Jason Statham sonst agiert, etwas heraushebt. Statham selbst spielt zwar erneut nur eine Variation der ewig gleichen Rolle, hat aber mit Robert De Niro, Clive Owen und Dominic Purcell Schauspieler um sich herum, die es verstehen, mit kleinen Gesten ihre unterentwickelten Figuren zum Leben zu erwecken.

Killer Elite wäre ein B-Movie, hätte er nicht ein namhaftes Ensemble, mit dem sich punkten lässt. Der Plot ist nicht immer logisch nachvollziehbar, aber als Macho-Kino mit realistischem Ambiente kann der Film sein Publikum knapp zwei Stunden unterhalten. Manchmal muss es auch nicht mehr sein.

15.11.2011

3

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Kommentare

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Barbarum

vor 6 Jahren

Dem Film fehlt es etwas an Dynamik, das ganze geht über weite Strecken zu schleppend voran. Nur dann und wann blitz unterhaltsame Action auf.


Mikelking

vor 7 Jahren

Eigendlich nicht schlecht, aber ich hätte mehr erwartet, anhand des Trailers


papepipopupilon

vor 7 Jahren

nicht schlecht


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