Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los USA 2009 – 96min.

Filmkritik

Ice Ice Babies

Patrick Heidmann
Filmkritik: Patrick Heidmann

Mit der dritten Auflage - erstmals auch in 3D produziert - lehnt sich die erfolgreiche Animationsreihe noch weiter aus dem Fenster als bislang. Wissenschaftlich gesehen.

Man hat sich mittlerweile daran gewönt, dass ein Mammut, ein Säbelzahntiger und ein Faultier gemeinsame Sache machen. Doch nun kommt es noch dicker. Mitten in der Eiszeit, deren Ende ursprünglich mit Teil zwei eingeläutet war, tauchen in "Ice Age: Dawn of the Dinosaurs" nämlich die eigentlich längst ausgestorbenen Dinos wieder auf. Aber das ist natürlich weniger als provokante paläontologische These gedacht, sondern soll vor allem für ein bisschen neues Action- und Konfliktpotential sorgen.

Zunächst nämlich sieht es so aus, als bestünde die größte Sorge der eiszeitlichen Clique in der Schwangerschaft von Mammutdame Ellie. Mannie, der werdende Papa, wird schon weit vor der Geburt von übertriebener Fürsorge umgetrieben, während Sid und vor allem Diego die Befürchtung haben, ihre Wahlfamilie könne angesichts einer echten bald auseinanderbrechen. Als Sid dann aber in einer Höhle unter dem Eis auf drei Eier stößt, die er spontan an Kindesstatt annimmt, hat die Truppe bald andere Probleme. Denn die Kleinen sind schnell geschlüpft und entpuppen sich als Nachwuchs einer wütenden Tyrannosaurus-Mama, die Sid in die unterirdische, verlorene Welt entführt. Seine Freunde machen sich, unterstützt vom einäugigen Freibeuter-Wiesel Buck, an die Rettung.

Nach einem schwächelnden zweiten Teil findet die dritte Auflage, für die Carlos Saldanha als Regisseur verantwortlich zeichnet, zurück zu alter Form. Zwar müssen sich die Macher sichtlich Mühe geben, ihren Figuren noch neue Geschichten abzuringen, und gerade die handlungsbegleitenden Eichel-Episoden mit dem stummen Nager Scrat haben - trotzt der Einführung der verführerisch-verschlagenen Scratte - nicht mehr ganz den Pep wie früher.

Doch in Sachen Animation hat das Team abermals zugelegt (und nicht zuletzt auch eine 3D-Version erstellt, die in einigen Kinos gezeigt wird), und auch der Action- und Tempoquotient liegt - bei einer angenehm knackigen Laufzeit von nicht einmal 90 Minuten - höher denn je. Vor allem aber erweist sich die Mischung aus Charme, Witz und alle Altersklassen umfassenden Familienfreundlichkeit inklusive Mammut-Baby als so stimmig, dass "Ice Age 3" allemal unterhaltsamer daherkommt als zuletzt etwa die hysterisch-plumpe Konkurrenz von "Madagascar" oder die ziellosen "Monsters vs. Aliens".

20.12.2011

4

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Kommentare

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gella

vor 5 Jahren

Besser als der Vorgänger und fast so gut wie der erste Teil.


reshmajud

vor 7 Jahren

naja


2fuexli

vor 9 Jahren

Der 1. Film - unschlagbar! Die Folgenden nicht mehr sooo der Hammer --- aber einfach liebenswert:)))!


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