Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia Grossbritannien, USA 2008 – 147min.

Filmkritik

Der Glaube kann digitale Löwen versetzen

Thomas Hunziker
Filmkritik: Thomas Hunziker

Die zweite Verfilmung der siebenteiligen Fantasy-Welt von C. S. Lewis: Wie schon im ersten Teil versucht Regisseur Andrew Adamson, die epische Grösse der «The Lord of the Rings»-Trilogie zu erreichen, verliert dadurch aber die Lockerheit der Vorlage.

«Prince Caspian» setzt nach «The Lion, the Witch and the Wardrobe» ein. Während im Buch zuerst die Pevensie-Kinder nach Narnia gezaubert werden, führt der Film zunächst in das Schicksal von Prinz Caspian (Ben Barnes) ein. Er ist der Neffe von Lord Miraz (Sergio Castellitto) und rechtmässiger Anwärter auf den Thron von Narnia. Doch Miraz will selber König werden. Als ihm seine Frau einen Sohn zur Welt bringt, muss Caspian flüchten. In den Wäldern von Narnia stösst der Prinz auf die Zwerge Trumpkin (Peter Dinklage) und Nikabrik (Warwick Davis) sowie einen sprechenden Dachs.

Als Caspian in das magische Horn bläst, stossen wir zu Lucy Pevensie (Georgie Henley), die mit ihren Geschwistern Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell) und Edmund (Skandar Keynes) in London den vergangenen Abenteuern nachtrauert. Plötzlich landen sie an einem Strand und stellen fest, dass sie wieder zurück in Narnia sind. Doch während die Kinder gerade einmal um ein Jahr alterten, sind in Narnia 1300 Jahre vergangen. Vom Schloss Cair Paravel sind nur noch Mauerreste vorhanden. Da müssen sie Trumpkin das Leben retten. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Caspian, um den inzwischen zum König gekürten Miraz zu entmachten.

Narnia kann als Gegenentwurf zur agnostischen Erzählung des katholischen J.R.R. Tolkien aufgefasst werden. Während sich Tolkien immer gegen eine Interpretation seiner Geschichte als Metapher sträubte, ist die Erzählung von Lewis voller christlicher Allegorien. Am deutlichsten sind diese in der vom Löwen Aslan verkörperten Gottfigur erkennbar. In «The Lion, the Witch and the Wardrobe» opfert sich Aslan für das Wohl von Narnia, in «Prince Caspian» kämpfen die Hauptfiguren mit dem schwindenden Glauben an Aslan. «Prince Caspian» kann aber dennoch nicht einfach auf eine Bibelstunde reduziert werden.

Regisseur Andrew Adamson hat mit Christopher Markus und Stephen McFeely die Handlung der Vorlage umgestellt und verdichtet. So entfällt etwa die umfangreiche Rückblende auf die Jugend von Caspian, und die Flucht von Caspian wird dem ersten Kontakt mit den Pevensies sogar vorangestellt. An den meisten Veränderungen ist nicht viel auszusetzen. Wer aber die Verspieltheit der Bücher geliebt hat, wird von der Ernsthaftigkeit der Verfilmung ernüchtert werden. An die Stelle fröhlicher Feste treten im Film häufig in die Länge gezogene Schlachten.

Der Aufwand an Ausstattung und visuellen Effekten ist in fast jeder Szene zu erkennen, doch im Vergleich zu Peter Jacksons «The Lord of the Rings» unterliegt «Prince Caspian» in jeder Einstellung. Episch soll das ganze aussehen, doch Adamson verliert in den unnötig aufgeblasenen Schlachtfeldern immer wieder die Orientierung. So ist «The Chronicles of Narnia: Prince Caspian» ein erzählerisch verkrampfter, hauptsächlich durch technische Aspekte auftrumpfender Fantasy-Film.

17.02.2024

3

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Kommentare

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Arieh

vor 13 Jahren

super fortsezung von Narnia teil 1


steffi22

vor 15 Jahren

diese fortsetzung hat meine ansprüche erfüllt. ist wirklich gut gemacht.


tuvock

vor 15 Jahren

Die Crew und die Technik, alles was so Meinungen betrifft über den Film:

Also der Film ist kein Schmusefilm, er ist in Neuseeland gedreht aber kein Film wo man träumen kann weil dauernd was los ist, die Handlung ist meiner Meinung nach sehr leicht zu folgen, die Dialoge sind wie die von einer Seifenoper und irgendwie habe ich das Gefühl dass der Film kein Super Erfolg sein kann. Mit meiner Freundin sehe ich mir gerne den Film an, wir sind beide Fans von Fantasy aber leider hat der Film einiges verfehlt.

Also wenn ich mir vorstelle dass der Film spannend sein soll, ne das sage ich nicht er ist einfach schön, einfach süß und einfach nett, und ich finde die hätten viel besser machen können. Also von der Technik den Effekten gibt es nichts auszusetzen ich hoffe auf eine Directors Cut Version. Mir kamen die Kämpfen zu kurz, man sieht zwar gegenüber dem 1. Teil und da bin ich froh einiges an Schwertkampfsszenen, ein bisschen wird gestorben aber kein Schwert ist blutig, alles was weiblich ist, ist so verdeckt dass man keine Titten sieht, und ich erinnere mich an Lindsay Lohan im Herbie Film der die Titten verändert wurden computergenerierte verkleinert, dass die kleinen Sprösslinge keinen Ständer bekommen.

Ich finde dass die Gesichter der Darsteller langweilig sind, sie sind nichtssagend, keine interessanten Schauspieler, niemand ist berühmt meiner Meinung nach, außer Warwick Davis der Willow Zwerg, der ist 1, 07 Meter klein und der ist wirklich eine gute Gestalt und 38 Jahre jung. Man merkt nicht gerade dass sich die Darsteller anstrengen irgendwie und man merkt auch nicht dass sich irgendwie einer an Method Acting richtet, also stelle ich meine Ansprüche runter und ich sehe einen sehr schönen Film der nach Happy End riecht der so richtig nett ist, FSK 12 oder FSK 6 reicht eigentlich, der Film ist süß, er hat eine super Landschaft und ist mir zu kurz.

Wieso sind die Kinder in Teil 1 groß und dann sind sie wieder klein? Wieso kamen sie zurück als Kleine Kinder nur 1 Jahr älter als Teil 1 und nicht als Erwachsene wie im Ende von Teil 1? Wieso erinnern die sich nicht an Ende von Teil 1? Wieso können die Kinder nicht kämpfen und jagen Trolle und besiegen sie oder andere Muskelprotze oder Krieger? Wieso kämpfen die alle schlechter als mein Penis? Doch der Vergleich passt denn letztens nach dem Sautrottelfilm „ Das Kondom des Grauens“ habe ich geträumt -… Na Ja egal.

Warum gibt es im Film Szenen für 6 Jährige und Szenen für 12 Jährige? Wieso gibt es im Film Witze für Kinder und nichts für mich? Wieso passt in dem Film so viel nicht zusammen? Die hätten sich mehr ans Buch richten sollen. Was mir am Film gefällt, Aslan ist so was wie JESUS in dem Land der Gedanke gefällt mir, das ganze ist christlich ausgerichtet, ich sehe die Botschaft dahinter vom Schriftsteller und rede mit meiner Alten darüber die meiner Meinung ist was eh selten ist. Ich finde dass sehr gut, aber was mir nicht gefällt, der Film hat mehr Krieg als Teil 1 und ist deswegen nicht besser, es fehlt Spannung. Ich finde dass der Film schon besser ist als Teil 1, aber nicht so ultimativ und ich hoffe noch dass die anderen 5 Bücher auch verfilmt werden.

Was mir gut gefallen hat ist die kämpfende Maus die mich an Shrek Film erinnert, aber leider ist die nicht so gut, und dann gefällt mir auch dass der Film länger ist aber leider ist er nicht besser und ich hoffe auf DVD dauert er länger. Ich finde die hätten das Drehbuch ein bisschen mehr ausführen sollen die Dialoge stärken, die CGI Effekte sind super, die Handlung nett, anders als im Buch und die Darsteller alle austauschbar leider.

Trotzdem 88 von 100Mehr anzeigen


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