Evet, ich will! Deutschland 2008 – 90min.

Pressetext

Evet, ich will!

Rund um ein Berliner Hochhaus führt "Evet, ich will!" fünf höchst unterschiedliche Paare zusammen - unter kulturell und familliär erschwerten Bedingungen!

Der hübsche KFZ-Mechaniker Emrah will heiraten. Sein Problem: seine Auserwählte ist ein deutscher Mann! Er hat keine Idee, wie er dies seiner Familie beibringen soll, die grade seine Hochzeit mit einem türkischen Mädchen plant. Bis sein Freund Tim ihm kurzerhand selbst einen Heiratsantrag macht und beginnt, "aktive Coming-Out-Hilfe" zu leisten.

Der Radiomoderator und kurdische Metzgerssohn Coskun droht seiner Familie damit, sich die Hand abzuhacken, wenn er nicht seine Freundin Günay heiraten darf. Deren Vater wiederum würde sich eher die Hand abhacken, als seine frei erzogene Tochter einem Mann mit gläubiger Familie zur Frau zu geben. Der Heiratsantrag gerät zum Desaster. So bleibt Coskun nur die traditionelle Lösung des Problems: Er muss die Braut entführen.

Dirk und Özlem sind seit einem Jahr zusammen und auch sie wollen den Bund fürs Leben schließen. Allerdings halten Dirks liberale Öko-Eltern grundsätzlich nichts vom Heiraten, praktizieren sie doch selbst seit Jahren die "Ehe ohne Trauschein". Für Özlems Eltern wäre diese Verbindung kein Problem. Einzige Vorraussetzung: Dirk muss zum Islam konvertieren. Und damit fangen die Probleme auf deutscher Seite erst richtig an...

Der Türke Salih hingegen will gar nicht heiraten. Zumindest nicht, bevor er nicht eine außerordentlich hübsche Braut gefunden hat. Doch die Zeit drängt: Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, muss er heiraten, - und das so schnell wie möglich! Denn sein Visum läuft demnächst aus und in der Türkei wartet seine Familie darauf, ihm bald folgen zu können. Während Salih eindringlich auf einen baldigen Eintritt der Türkei in die EU hofft, setzt die Verwandtschaft ihn gewaltig unter Druck.

Die schüchterne Steuerfachgehilfin Sülbiye hatte noch nie einen Freund, würde aber sehr gerne heiraten. Doch selbst ihre Eltern haben nicht mehr allzu viel Hoffnung, ihre Tochter noch unter die Haube zu bringen. Denn Sülbye ist schon 38 Jahre alt und von der Natur nicht gerade mit Schönheit gesegnet. Dann aber trifft Sülbiye durch Zufall ihren Traummann, und das gleich mehrfach...

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Kommentare

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maieriesli

vor 11 Jahren

Ich habe mich köstlich amüsiert - wirklich witzig!


brugster

vor 11 Jahren

Einfach erfrischend lustig. Ich war im Kino und habe sehr viel gelacht. Mehr muss man dazu glaube ich nicht sagen.


ilshad

vor 11 Jahren

... und der Filmtitel in Verbindung mit "produziert von arte" über die Leinwand flimmerte, ging ein kollektives Stöhnen durch die Ränge. Alle befürchteten das Schlimmste und waren kurz davor zu bereuen selbst den vergünstigten Preis der Sneak-Preview bezahlt zu haben.
ABER...

ich war richtig froh in die Sneak gegangen zu sein, denn ich hätte mir den Film wohl nicht selbstständig aus dem Kinoprogramm ausgewählt.
Der Film ist erfrischend unterhaltsam und bedient sich gekonnt an fast jedem Klischee über DeutschTürkische Beziehungen. Dabei geht der Film sogar soweit Klischees unter den Türkischen Staatsbürgern anzuspielen. Soweit ich das als Nichttürke beurteilen kann, ist auch dies gut gelungen. Ich konnte jedenfalls oft herzhaft lachen.

Durchgehend alle Schauspieler füllen ihre Charaktere mit Leben. Jeder Charakter war dadurch einzigartig und wurde durch den Regisseur gut in die Geschichte eingebaut. Die Geschichte ist kein Meisterwerk der Erzählkunst, aber grundsolide und wird durch die sympathischen Charaktere getragen.


Für mich ist der Film einer der besten Deutschen Produktionen, die ich jemals in Spielfilmlänge erleben durfte. Danke arte! Danke für den Mut einen weiteren klischeebehafteten Film über Türken in Deutschland zu drehen!Mehr anzeigen


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