Der Sternwanderer Grossbritannien, USA 2007 – 127min.

Der Sternwanderer

Filmkritik

Sternenmädchen auf der Flucht

Filmkritik: Dominique Zahnd

Top-Stars wie Michelle Pfeiffer und Robert De Niro mischen in der temporeichen Verfilmung von Neil Gaimans Fantasy-Bestseller-Novelle über eine lebendig gewordene Sternschnuppe mit.

Ein Gangsterfilm-Spezialist als Regisseur eines Fantasy-Epos? Doch, das geht. Matthew Vaughn, Regisseur von «Layer Cake» und Haus-Produzent von Guy Ritchie, wagt sich hier an ein 70 Millionen Dollar-Projekt - und gewinnt auf der ganzen Linie.

Zur Story: Wir sind im verschlafenen viktorianischen Dorf Wall, das eine Mauer von einem magischen Königreich trennt. Durch ein Loch in dieser Barriere tritt ein junger Mann, der in der dahinter liegenden Welt schnell «Fremdkontakt» hat. Also wird neun Monate später ein Junge geboren - der Protagonist «Stardust». Tristan (Charlie Cox), nun erwachsen, ist verknallt in Victoria (Sienna Miller). Als beide eine Sternschnuppe fallen sehen, verspricht er seiner Angebeteten, ihr diese zu Füssen zu legen. Eine magische Kerze bringt ihn schnell vor Ort, weit hinein in ein Märchenland zu einer jungen Blondine (Claire Danes), die sich als abgestürzter Himmelskörper zu erkennen gibt. Das Sternenmädchen wird allerdings gejagt - von machthungrigen Königssöhnen und einer fiesen Hexe (Michelle Pfeiffer), die mit ihren runzligen Schwestern das Herz der Jungfrau braucht. Und dann gibt es da noch einen seltsamen Piraten (Robert De Niro).

«Stardust» ist Matthew Vaughns zweite Regiearbeit. Sie basiert auf einer Novelle von Fantasy-Spezialist Neil Gaiman. Vaughn inszeniert das Ganze mit viel Drive: Donnernder Sound peitscht die Handlung voran. Die Kamera stürzt sich förmlich auf die Hauptdarsteller - sie kreist um sie herum und springt sie in wilden Zooms gleichsam an. Die Story wird mit viel Humor und Gespür für Details erzählt. Die Spezial Effekte sind guter Durchschnitt. Dabei orientiert sich Matthew Vaughn aber weniger an «Lord of the Rings» als an dem modernen Klassiker «The Princess Bride».

Dass «Stardust» so viel Spass macht, liegt am Wortwitz, all den skurrilen Einfällen und an den tollen Schauspielern: Michelle Pfeiffer ist supersexy und gnadenlos böse. Robert De Niro überrascht als tuntiger Pirat und Claire Danes ist als Naivchen einfach herzerwärmend. Sie alle machen «Stardust» zu einem fabelhaften Fantasy-Abenteuer.

29.05.2012

4

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Kommentare

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movie world filip

vor 8 Jahren

pfeiffer will jung bleiben... natürlich... auch deniro spielt mit in diese kitsch... slecht


lebes

vor 10 Jahren

Ein wunderbarer Film. Tolle Story, tolle Ideen, tolle Schauspieler und viel Herz. Zeitgleich lief damals der höhstens mittelmäßige "Goldene Kompass". Leider nur den im Kino gesehen. Sternenwanderer wär die deutlich bessere Wahl gewesen.


gbasler

vor 11 Jahren

Ein wunderbarer Film - auch wenn man das Ende der Geschichte ziemlich schnell errät...
Spannend, selbstironisch (Taverne zum "the slaugthered prince" etc), eine unglaublich süsse Clair Daines und sexy Michelle Pfeiffer (nicht schlecht für ihr Alter) machen den Film zu einem richtigen Märchen! Braucht sich nicht vor "Ritter aus Leidenschaft" zu verstecken!
Ich wünschte mir ich könnte die Story vergessen und den Film nochmals anschauen!Mehr anzeigen


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