Scary Movie 4 USA 2006 – 83min.

Filmkritik

Fürchterlicher Humor

Filmkritik: Cindy Hertach

Befand sich das Zoten-Niveau in «Scary Movie 3» noch auf halbwegs erträglicher Höhe, ist es im vierten Teil der Trilogie in die Untiefen des Marianengrabens gesunken. Gleich bleibt sich dagegen das Konzept der dreisten Filmpersiflage, welches zwischen all den betont platten Gags am Laufmeter doch noch den einen oder anderen Lacher zu bescheren vermag.

Die Story ist, wie von den Vorgängerfilmen gewohnt, tendenziell wirr und im Grunde genommen nicht der Rede wert. Als Rahmenhandlung dient das Apokalypsen-Spektakel "War of the Worlds", das derart schamlos demontiert wird, dass locker noch Platz bleibt für Persiflagen von "The Grudge", "The Village", "Saw", "Million Dollar Baby" und "Brokeback Mountain". Durch diese überaus amüsante Melange an Filmzitaten wird einmal mehr Blondchen Cindy Campbell (Anna Faris) gehetzt, wie üblich begleitet von ihrer nymphomanisch veranlagten Busenfreundin Brenda (Regina Hall). Diesmal muss das Ulknudel-Team, zusammen mit dem attraktiven, aber etwas einfältigen Nachbarn Tom Ryan (Craig Bierko) unter einem enormen Aufgebot an Slapstick-Einlagen die Welt vor einer drohenden Alien-Invasion retten.

In bester "Scary Movie"-Manier hagelt es natürlich auch zahlreiche Cameo-Auftritte: Neben Carmen Electra, Shaquille O'Neal, Chris Elliott, Bill Pullman und den Rappern Chingy und Lil John gibt sich ausserdem Altkomödiant Leslie Nielsen als obszöner amerikanischer Präsident die Ehre - womit auch gleich das Stichwort zum Humor-Level geliefert wird. Der ist nämlich, um es selbst auf entsprechendem Niveau zu formulieren, unter jeder Sau und wird somit zweifelsohne die Erwartungshaltung des eingefleischten Fan-Publikums erfüllen.

Regisseur David Zucker schöpft grosszügig aus dem reichhaltigen Fundus des pubertären Klamauks und lässt es sich nicht nehmen, alle möglichen Arten von Fäkalien in Szene zu setzen. Neben den unzähligen Slapstick-Gags, die durch andauernde und unerträgliche Wiederholung ad absurdum geführt werden, bietet der Film natürlich auch allerlei Schlüpfrigkeiten. Wer also darüber lachen kann, wenn per meterlangem Viagra-Steifen die Katze totgeschlagen wird, sollte sich den Film auf jeden Fall gönnen. Allen anderen ist von einem Kinobesuch abzuraten, denn die wenigen amüsanten Wortspiele und Wiedererkennungs-Lacher reichen bei weitem nicht aus, um während den 83 Filmminuten amüsiert zu bleiben.

14.12.2011

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Kommentare

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movie world filip

vor 8 Jahren

wie american pie halten sie das level nicht aus bis zum vierten


cynamite

vor 10 Jahren

Scheisse!
Nur für Amis!
Bleibt gescheit!


mrsoni

vor 11 Jahren

Die ganze Scary Movie Reihe ist nicht so wirklich mein Ding...


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