Klick USA 2006 – 107min.

Filmkritik

Die ultimative Fernbedienung

Filmkritik: Dominique Zahnd

Adam Sandler hat mit einer magischen Fernbedienung sein Leben komplett im Griff. Nach den ersten flauen Gags wünscht sich der Kinozuschauer bald auch so ein Wundergerät.

Michael Newman (Adam Sandler) ist ein mit Arbeit überladener Architekt, der sich um seine süssen Kinder und seine überaus attraktive Frau Donna (Kate Beckinsale) nur dann kümmern kann, wenn ihn sein Boss (David Hasselhoff) nicht gerade braucht.

Als sich der Workaholic eines Nachts angesichts der Vielzahl an Fernbedienungen unfähig sieht, den Fernseher einzuschalten, macht er sich auf, um ein universelles Modell zu kaufen. Ein scheinbar verrückter Wissenschaftler (Christopher Walken) dreht ihm dann eine Fernbedienung an, mit der Michael alles in seinem Leben beeinflussen kann. Der Hund bellt zu laut? Einfach die Lautstärke runterfahren. Stau auf dem Weg zur Arbeit? Fix die Vorspultaste drücken. Doch mit der Zeit entwickelt die Fernbedienung ein Eigenleben.

Eine spritzige Komödie sollte es werden. Doch wie in den meisten Streifen von Adam Sandler (ausser «50 First Dates» und «Spanglish») gibt das Ganze zu wenig her. Oder mag irgend jemand über Hunde, die eine Stoffente begatten, oder einen Architekten, der seinem Boss ins Gesicht furzt, wirklich lachen? Eben.

Die Niveaulatte hängt also äusserst tief. Das ist schade. Denn der Stoff rund um die magische Fernbedienung hätte Potential für einen klasse Popcorn-Film gehabt und wäre in den Händen von einem anderen als Sandlers Haus- und Hof-Regisseur Frank CoraciThe Wedding Singer») vielleicht zu einem Hit geworden. Tatsache ist aber, dass der Blödelbarde und seine Gefolgschaft die Geschichte zu wenig ausreizen. Ausserdem trübt die dramatische Entwicklung der Story gegen Ende hin den Gesamteindruck.

Tja, «Click» macht im Grunde nichts anderes, als die altbekannte Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens um den alten, verbitterten Ebenezer Scrooge, der eine Lektion erteilt bekommt, mit einem jüngeren Protagonisten zu erzählen. Doch die Rechung geht nicht auf. Denn im Gegensatz zum verhassten Scrooge ist Michael Newman jung, erfolgreich und von geduldigen, lieben Menschen umgeben. Dazu kommt, dass er den Sex mit Kate Beckinsale immer vorspult, um schneller weiterarbeiten zu können - und das würde einem Mann doch nicht im Traum einfallen...

02.10.2006

3

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Kommentare

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der_Fredy

vor 8 Jahren

Guter Film, derjenige der den text in der Programmvorschau geschrieben hat, hat keine Ahnung.


moonlightvampir

vor 12 Jahren

Ich fand ihn Super.
Ein Film mit viel Humor und guter Unterhaltung!


kiwi333

vor 13 Jahren

naja.. wenn man einfach ein bisschen unterhaltung braucht ist er ganz gut, aber hochstehend ist er ganz sicher nicht!


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