A Man Apart Deutschland, USA 2003 – 110min.

Filmkritik

A Man Apart

Filmkritik: Andrea Bleuler

Der Name Vin Diesel verspricht seit "xXx - Triple X" Action in Reinkultur. In "A Man Apart" werden der Omnipotenz ausstrahlende Star und seine Kunst aber von klumpigem Dialog und dumpfer Handlung erschlagen und ausser Gefecht gesetzt.

Er ist ein Mann der Superlative: kein Haar, viel Muskelfleisch, tiefe Stimme. Doch Vin Diesels kultige Türsteherphysiognomie findet im Streifen von F. Gary Gray ("The Negotiator") einen wenig würdigen Einsatz.

In "A Man Apart" - übrigens vor "xXx - Triple X" gedreht, aber wegen Differenzen mit den Studiobossen fast zwei Jahre lang nicht veröffentlicht - spielt Diesel den Drogenfahnder Sean Vetter. Sieben Jahre lang hat er einen mexikanischen Drogenboss (Geno Silva) gejagt hat und bringt ihn schliesslich hinter Gitter. Inzwischen wird das Kartell allerdings von einem geheimnisvollen Junior namens "Diablo" geführt, der Vetters Frau (Jacqueline Obradors) ermorden lässt.

Wer hofft, zu sehen, wie Pokerface Diesel für einmal ob eines plötzlichen Schicksalsschlages emotional auseinanderfällt, wird enttäuscht. Vielmehr ist sein Kraftaufwand, Verlust und Verzweiflung auf die Leinwand zu bringen, unermesslich und weit Mitleid erregender als die eigentliche Handlung. Vetter trinkt, raucht, meditiert und kommt zum Schluss, dass nun - auch für ihn als Mann des Gesetzes - persönliche Rache angemessen wäre.

Das schwerfällige Dahinschleichen der Handlung und die unmöglichen Dialoge ziehen sogar Diesels bewährte Qualitäten ins Lächerliche und demontieren ihn als Berufsmann. Er selbst bleibt enthusiastisch und versucht heldenhaft, das Beste aus seiner misslichen Situation zu machen – selbst wenn er eine Striptänzerin in Manier eines Denim-Mannsbildes mit den Worten "Learn to respect yourself" von sich zu stossen hat. Und dafür gebührt ihm der Respekt der beschämten Plüschsesselfraktion diesseits der Leinwand.

10.11.2011

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Kommentare

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chaisheng

vor 14 Jahren

Ein weiterer Film von Actionstar Vin Diesel und diesmal Trumpft er in der Rolle eines DEA Cops auf der auf Rache für seine ermordete Frau aus ist. Obwohl man vielerorts hört das der Film langweilig ist und das man alles schon mal gesehen hat, muss ich sagen das dies nicht zutrifft! Die Story am Anfang vielleicht noch nicht so überzeugend, doch wirds sie das spätestens nachdem Tod von Stacy, der Frau von Vin Diesel im Film. Von da an zeigt der Streifen alle seine stärken. Obwohl der Film an manchen Stellen vielleicht ein wenig brutal und skrupellos ist überzeugt er auf der ganzen Linie. Den die Ballereien im Film sind weder langweilig noch besonders in die längegezogen. Und die Story vielleicht mancher hinsicht ein wenig verwirrend ist, hat man den durchblick, überzeugend den es ist, obwohl vielerorts gesagt wurde äusserst unrealistisch, nicht wahr das der Film unrealistisch ist den alles spricht letztendlich vom amerikanischen Drogengetto. Nur der Schlussd des Streifens ist ein Wehrmutstropfen da eigentlich gar nicht deutlich gemacht wird wer den nun wirklich die Fäden in der Hand hatte und wer der vielgsuchte Diabolo ist.Mehr anzeigen


jackiebrown

vor 16 Jahren

na also, da ist sie wieder, die ultimative rolle für vin diesel! hart, düster, rebellisch, ohne skrupel - und ehe man sichs versieht: eine gut versteckte, für eine frau reservierte ecke im herzen (das erinnert mich grad wieder an "pitch black", für mich vins paraderolle). naja, da kann frau gar nicht anders als schwach werden; -)
der film selbst hält, was er verspricht: gute action, unterhaltende story und zuweilen ziemlich heftige bilder. ein wildes tier sollte man nicht reizen....Mehr anzeigen


tuvock

vor 16 Jahren

Die einzige Möglichkeit ist nun das sein Vorgesetzter TY FROST auf seiner Seite ist und ihm jede Unterstützung bietet, doch bei einem Undercovereinsatz verliert SEAN die Geduld, nachdem er erfährt wer seine Frau getötet hat, und 3 Polizisten müssen deswegen sterben. Ein Kugelhagel sondergleichen fetzt sich auf den Strassen herum.

Was wie „ Traffic - Die Macht des Kartells „ ist, wirkt nur anfangs so, ist aber actionreicher und spannender. Der Film ist irre gut, überhaupt gegen Ende, wo man mehr sieht als man verkraften kann, denn die Spannung ist nicht wegzudenken bei dem Film. Meiner Freundin war der Film zu laut, zu brutal, zu drogenmäßig, zu einfach, ich fand ihn wiederum spannend, eine realistische Story, keine unrealistischen Effekte, keine dummen Actionszenen, keine blöden Sequenzen, dämliche Witze, tolldreiste Anspielungen, unpoetische Schlägerein, und wildes sinnloses Herumgefummel mit der Knarre. Nein, der Film ist wahnsinnig gut, er ist spannend, und sehr gut besetzt, und ich finde das Vin Diesel seine Rolle perfekt gemeistert hat. Der Film lebt auch von seinen Bildern die zwischen Städten in Kalifornien und Orten in Mexiko herumwandern, so sieht man was andere machen und eine Geschichte nach der anderen wird in diesem Film erzählt, aufgebaut und dann im Ende gegipfelt. Ein Furioses Ende und ein sehr guter Schlussteil, und auch der emotionale Faktor kommt nicht zu kurz. Was anfangs wie eine Videoproduktion aussieht, entpuppt sich als sehr guter und harter realistischer Actionfilm, der wenig Filme hat die so gut sind. Etwas hat mich aber gestört, das einige Szenen etwas unrealistisch waren, das zuviel geschossen wird, und dann erst gedacht, und das der psychologische Konflikt nicht so richtig gut dargestellt wird.

Ein furioses Feuerwerk für die Actionunausgenutzten Sinne, und ein Film für Leute die auf Selbstjustizthriller stehen, und rauf realistische Action.

87, 111 und ein Drittel von Dreiundachtzig Dreisechzehntel von 100Mehr anzeigen


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