Doppelmord USA 1999 – 105min.

Doppelmord

Filmkritik

Mord, im Doppelpack billiger

Filmkritik: Felix Raymann

Niemand kann für das gleiche Verbrechen zweimal bestraft werden. So bestimmt ein amerikanisches Gesetz, das diesem Filmdrehbuch den Anlass gab . Ashley Judd hat sechs Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen und will jetzt nachholen, was sie nie gemacht hat: den Mord an ihren Mann. Tommy Lee Jones versucht als Bewährungshelfer die Rachedurstige daran zu hindern, die "Gesetzeslücke" auf ihre Weise zu stopfen.

Nach einer Party verbringen Libby Parsons (Ashley Judd) und ihr Mann Nick (Bruce Greenwood) eine Liebesnacht auf ihrem neuen Segelboot. Als Libby erwacht, findet sie keinen Mann mehr, dafür eine Menge Blut und ein Messer. Damit wird sie von der Küstenwache "auf frischer Tat ertappt" und wird für den vermeintlichen Mord zu sechs Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis erfährt sie durch Zufall, dass ihr Mann noch lebt. Sie ist das Opfer einer hinterhältigen Verschwörung geworden. Als sie von "Double Jeopardy" erfährt, von jenem Gesetz, wonach man für das gleiche Verbrechen nicht zweimal bestraft werden kann, schwört Libby Rache. Nach sechs Jahren Zuchthaus kommt sie in ein offenes Haus und macht sich auf die Suche nach ihrem angeblichen Mordopfer. Dicht auf den Fersen folgt ihr der grimmige Bewährungshelfer Travis Lehman (Tommy Lee Jones). Die doppelte Verfolgungsjagd durch weite Teile der USA spiegelt die verschiedensten Facetten des Landes wieder: Angefangen im eher kühlen Staat Washington mit seinen wunderschönen Kulissen aus Meer, Wäldern und Schneebergen durchquert das Roadmovie Staat um Staat, um mit einer heissen Verfolgungsjagd in den engen Gassen von New Orleans zu enden.

Zwar ahnt man schon nach kurzer Zeit, wie die Geschichte ausgehen wird, doch sorgt das Drehbuch - vor allem während der langen Verfolgungsjagden - immer wieder für überraschende Wendungen und bietet die für einen "Verfolgungsfilm" übliche Spannung und Action. Die besondere Ausgangslage des Rachemotivs schwindet allerdings bald einmal in den Hintergrund. Ashley Judd kauft man die starke Frau meistens ab, zumal während sie im Gefängnis ihren Körper stählt, um sich auf ihre "Mission" vorzubereiten. Der besondere Schalk von Tommy Lee Jones kommt auch zum Zug, doch während er in "The Fugitive" seinen Ruf des knallharten Jägers als gleichwertiger Gegenspieler von Harrison Ford etablieren konnte, nimmt hier seine Rolle leider nur einen kleinen Teil der Leinwandzeit in Anspruch.

17.03.2011

3

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Kommentare

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movie world filip

vor 8 Jahren

ahley judd und thriller... immer eine tolle kombination


od

vor 14 Jahren

gut gelungen, die Rollen perfekt besetzt. Schade, dass für Tommy Lee kein größerer Part drinnen war.
Bleibt nur noch zu hinterfragen, wie eine flüchtige ins Flugzeug gelangen kann (passkontrolle usw.)


Gelöschter Nutzer

vor 16 Jahren

...und eine sehr gute Leistung (schauspielerisch und konditionell) von Ashley Judd. Empfehlenswert zu sehen bzw. zu kaufen.


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