Paris, Texas Frankreich, Grossbritannien 1984 – 150min.

Pressetext

Paris, Texas

Mitten in der texanischen Wüste taucht ein verwirrter Mann (Harry Dean Stanton) auf. In der Tasche seines verdreckten Anzugs steckt einzig die Visitenkarte eines gewissen Walt Henderson in Los Angeles. Walt erkennt im verwirrten Wüstensohn seinen vor vier Jahren untergetauchten Bruder Travis wieder. Im Mietauto bringt er ihn nach L.A. zurück, wo Travis’ siebenjähriger Sohn Hunter in Walts Obhut aufwächst. Nur allmählich findet Travis zu seinen Erinnerungen und zu seiner Sprache zurück und macht sich zusammen mit Hunter auf die Suche nach dessen verschollener Mutter Jane (Nastassja Kinski), die unterdessen in einem Stripclub in Houston arbeitet.Alles ist Sehnsucht in diesem Film – und vieles davon entpuppt sich als Illusion. Angefangen beim glamourösen Filmtitel, hinter dem sich eine staubige texanische Klein-stadt verbirgt, bis hin zur legendären Szene in der Peepshow, in der sich Travis und Jane über Gegensprechanlage und verspiegelte Scheiben hinweg langsam wieder näher-, aber doch nicht nahekommen. Paris, Texas ist das Roadmovie eines Europäers, der in den USA zwar seine Wahhei-mat findet, aber doch nie heimisch wird. Es ist der Film, der in Cannes die Goldene Palme gewinnt und für viele (z.B. Bond-Regisseur Sam Mendes) zur karriereentscheidenden Offenbarung wird. Es ist der Film, der Nastassja Kinskis rotem Pulli zu Weltruhm und den beiden britischen Bands Texas und Travis zu ihren Namen verhilft, und es ist der Film, dessen hypnotischer Soundtrack uns bis heute in seinen Bann zieht.

Dein Film-Rating

Kommentare

Sie müssen sich zuerst einloggen um Kommentare zu verfassen.

Login & Registrierung

Mehr Filmkritiken

Sonic the Hedgehog

Platzspitzbaby

Jagdzeit

Ruf der Wildnis