News6. Juni 2024

Feministische und queere Schweizer Filmgeschichte im Kino Xenix

Feministische und queere Schweizer Filmgeschichte im Kino Xenix
© Cinémathèque Suisse

Anlässlich der Tagung Archive Trouble des Seminars für Filmwissenschaft präsentiert die Cinémathèque suisse am 7. Juni um 20 Uhr zwei selten gezeigte Werke einer feministischen und queeren Schweizer Filmgeschichte im Kino Xenix.

JULIE FROM OHIO von Isa Hesse-Rabinovitch

Isa Hesse-Rabinovitch (1917-2003) war eine der ersten weiblichen Filmemacherinnen der Schweiz. In JULIE FROM OHIO (CH 1978) porträtiert sie die in New York lebende Julie. Auf der Suche nach Julies Herkunft reisen die beiden Frauen durch Italien. Sorgfältig montierte Tagebuchnotizen und Lieder von Julie, Fotografien und Filmaufnahmen von Isa Hesse-Rabinovitch sowie Bilder der Fotografin Trudy Rosen aus der queeren Subkultur New Yorks zeugen von einer Suche und Reise zu sich selbst, zueinander, in die Vergangenheit und in eine mögliche Zukunft.

WILD BOY von Josy Meier / Stefan Jung,

In WILD BOY (CH 1995) porträtieren die Filmemacher:innen Josy Meier und Stefan Jung Philippe Fedier: Schreibender, Schwuler, Sexarbeiter, Heroinabhängiger. Sein Schreiben und seine Erzählungen kreisen um Verlust, Einsamkeit, Sexualität, Heroin, Sehnsucht und Hoffnung. Dazwischen montiert: Aufnahmen aus dem Zürich der 1990er Jahre - es ist die Zeit der offenen Drogenszene und der sich etablierenden Technokultur (Musik im Film: Marcel Ackerknecht/DJ Styro 2000). In Auszügen aus Jean Genets’ Un Chant d’amour und einem Poster des 1994 an AIDS verstorbenen Regisseurs Marlon Riggs klingen grössere historische Kontexte einer schwulen Filmgeschichte und Subkultur an.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Josy Meier und Stefan Jung statt. Moderation: Seraina Winzeler, Cinémathèque suisse.

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