Artikel21. April 2021

Für das Kino zu Hause: 8 TV-Tipps für das Oscar-Wochenende

Für das Kino zu Hause: 8 TV-Tipps für das Oscar-Wochenende
© Universal Pictures Switzerland

Zu den bevorstehenden Oscar-Verleihungen präsentieren wir euch gemeinsam mit Teleboy neun preisgekrönte Filmtipps, die am kommenden Oscar-Wochenende im TV zu sehen sind – damit ihr euch das ganz grosse Kino einfach und unkompliziert nach Hause holen könnt.

Dieser Beitrag ist gesponsert von Teleboy.

1. The Favourite (2018)

© 20th Century Fox Switzerland

Biografisches Drama mit viel charmantem Witz | SA 24. April 22.15 Uhr | ORF 1

Darum geht's: Im 18. Jahrhundert regiert die alternde und kränkliche Königin Anne (Olivia Colman) auf dem englischen Thron. Ihre liebste Hofdame ist Lady Sarah Churchill (Rachel Weisz), die ihren Einfluss aber zu eigenen Zwecken ausnutzt. Als Lady Sarahs verarmte Cousine Abigail (Emma Stone) am Hof eintrifft, bricht ein bitterer Kampf zwischen den Cousinen um die Gunst und Macht der Monarchin aus.

Sehenswert, weil: «The Favourite» alles zu haben scheint, was man sich von einem zehnfach Oscar-nominierten Kostümfilm wünscht: drei talentierte Hauptdarstellerinnen, wallende Kostüme und süsse Häschen. Olivia Colman gewann als Queen Anne den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle.

3 von 5 ★

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2. Moonlight (2016)

© DCM Film

Drama von Regisseur Barry Jenkins | SA 24. April 23.10 Uhr | SRF zwei

Darum geht's: Der Film erzählt die Geschichte seines Protagonisten Chiron unterteilt in drei Kapitel. Als kleiner Junge (gespielt von Alex Hibbert) findet er Zuneigung eher beim örtlichen Drogenboss (Mahershala Ali) und dessen Frau (Janelle Monáe) als zuhause bei seiner Crack-süchtigen Mutter (Naomie Harris), die ihn schon mal als «Schwuchtel» beschimpft.

In der Pubertät (nun verkörpert von Ashton Sanders) wird er noch immer von seinen Mitschülern drangsaliert, erlebt allerdings auch mit seinem Jugendfreund Kevin eine körperliche Intimität, die in seinem Leben sonst fehlt. Jahre später jedoch ist Chiron (Trevante Rhodes) noch immer nicht bei sich selbst angekommen, sondern selbst auf kriminellen Abwegen unterwegs. Seine mühsam antrainierten Muskeln trägt er wie einen Panzer vor sich her, unter dem er nicht nur seine Homosexualität, sondern überhaupt sämtliche Gefühle versteckt. Bis sich eines Tages aus heiterem Himmel Kevin (André Holland) wieder bei ihm meldet.

Sehenswert, weil: Moonlight ein echter Ausnahmefilm ist. Nicht nur, weil Regisseur Barry Jenkins von einem jungen Protagonisten erzählt, der sowohl schwarz als auch schwul ist, was nach Massstäben des Hollywood-Mainstreams bekanntlich eine ziemliche Aussenseiterposition ist. Sondern vor allem, weil diese Low-Budget-Produktion es innerhalb weniger Monaten geschafft hat, zum Gesprächsthema Nr. 1 zu werden, ein vielfaches ihrer Kosten einzuspielen, bei allen wichtigen Filmpreisen mitzumischen und gar drei Oscars zu gewinnen. Und natürlich, weil es lange keinen derart berührenden wie schönen Film auf der Leinwand zu sehen gab.

5 von 5 ★

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3. Gravity (2012)

© Warner Brothers Switzerland

Dramatischer Sci-Fi-Thriller | SO 25. April 22.50 Uhr | SRF zwei

Darum geht's: Im Thriller von Alfonso Cuarón, dem Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Venedig 2013, verlieren sich Sandra Bullock und George Clooney in der erbarmungslosen Unendlichkeit des Weltalls.

Sehenswert, weil: der Film von Alfonso Cuarón, der für Gravity den Oscar für die beste Regie erhielt, lebt von Bildern aus dem Computer. Und das macht Sinn, spielt doch die Geschichte komplett im Weltall. Und zwar zu weiten Teilen tatsächlich nicht einfach in irgendeinem Raumschiff, sondern draussen in den unendlichen Weiten. Allein der Einstieg dürfte dabei zum Beeindruckendsten gehören, was es jemals auf der Leinwand zu sehen gab. Diese Bilder wird man so schnell nicht vergessen, und überhaupt ist Gravity visuell und in technischer Hinsicht ein absolutes Meisterwerk.

4 von 5 ★

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4. Inglourious Basterds (2009)

© Universal Pictures Switzerland

Kriegsdrama von Kult-Regisseur und Produzent Quentin Tarantino | S0 25. April 22.05 Uhr | ORF 1

Darum geht's: Während des Zweiten Weltkrieges soll eine Gruppe jüdischer US-Soldaten, genannt «Basterds», Angst und Schrecken im Dritten Reich verbreiten, indem sie auf grausame Weise Nazis töten und skalpieren. Gleichzeitig plant Nazi-Opfer Shosanna in ihrem Pariser Kino einen Anschlag auf die Machtelite des Dritten Reichs. Jagd auf die Basterds und Shosanna macht SS-Scherge Hans Landa, der zu seinen grausamen Verhören am liebsten ein Glas Milch bestellt.

Sehenswert, weil: Quentin Tarantino für «Inglourious Basterds» zwar tief in die B-Movie-Kiste gegriffen hat, doch herausgekommen ist ein eigenständiger Schauspielerfilm, in dem vor allem Christoph Waltz eine denkwürdige Vorstellung gibt und dafür mit einem Oscar nach Hause ging.

Statt Granatfeuer und Töff-Verfolgungsjagden kommen Worte wie Kugeln. Die Duelle werden verbal ausgetragen und schlagen spannungsmässig jede Panzerschlacht. Mit traumwandlerischer Sicherheit setzt Tarantino seine kunstvollen Gesprächskaskaden; zuerst auf Französisch, dann Deutsch, Englisch und auch auf Italienisch.

4 von 5 ★

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5. Shape of Water (2017)

© 20th Century Fox Switzerland

Fantasy-Drama von Guillermo del Toro | SA 24. April 20.15 Uhr | ORF 1

Darum geht's: Anfang der 60er-Jahre, mitten in den Wirren des Kalten Krieges, führt die stumme Putzfrau Elisa (Sally Hawkins) ein recht beschauliches, nicht sonderlich aufregendes Leben. Das ändert sich jedoch gewaltig, als sie an ihrem Arbeitsplatz, einem Geheimlabor der US-Regierung, auf ein mysteriöses, in Südamerika gefangenes Wasserwesen (Doug Jones) trifft, das sie umgehend magisch anzieht.

Während Sicherheitschef Richard Strickland (Michael Shannon) die fremdartige Kreatur regelmässig foltert, baut Elisa schnell ein intimes Verhältnis zu ihr auf. Um das Leben des Amphibienmannes zu retten, beschliesst die Reinigungskraft irgendwann, ihn aus der Forschungseinrichtung zu befreien, und baut dabei auf die Hilfe ihres besten Freundes und Nachbarn Giles (Richard Jenkins).

Sehenswert, weil: Guillermo del Toro («Crimson Peak») auch in seiner jüngsten Leinwandarbeit «The Shape of Water» seinem Ruf als grosser Bildermagier gerecht wird: Grosse Emotionen, Spannung, Komik und eine tolle Optik machen aus der Fantasy-Romanze ein berauschendes Erlebnis. Der Film erhielt 13 Oscar-Nominierungen, wovon er vier gewann, darunter für den Besten Film und die Beste Regie.

4 von 5 ★

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6. There Will Be Blood (2007)

Drama: Familie, Religion, Hass, Öl und Wahnsinn | SA 24. April 20.15 Uhr | Servus TV

Darum geht's: Der Ölsucher Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) landet 1911 in einer ausgedörrten Gegend Kaliforniens, in der enorme Rohölvorkommen vermutet werden. Plainview kommt mit dem Versprechen von Fortschritt in die kleine Gemeinde, in der Wasser ein fast noch begehrterer Rohstoff ist als Erdöl. Doch die erste und einzige Frage der Bürger betrifft eine ganz andere Substanz. Gestellt wird sie vom eifrigen Laienprediger Eli Sunday (Paul Dano), in dem Plainview einen erbitterten Widersacher findet.

Sehenswert, weil: sich Paul Thomas Anderson Ende der 90er-Jahre mit «Boogie Nights» und «Magnolia» als neues Regietalent ins Rampenlicht gerückt hat. Danach legte er aber erst einmal eine Pause ein und inszenierte 2002 die intime Komödie «Punch-Drunk Love». Zurückgekehrt auf die Bühne ist er 2007 mit dem monumentalen Meisterwerk «There Will Be Blood». In vieler Hinsicht ist das Drama näher an der intimen Tragikomödie «Punch-Drunk Love» als an den ausschweifenden Dramen «Boogie Nights» und «Magnolia».

Obschon die Kargheit der Landschaft auch häufig in die Inszenierung durchdringt, wird die Handlung trotzdem fast schon schwelgerisch vorangetrieben. «There Will Be Blood» lebt auf allen Ebenen von solchen Gegensätzen und Widersprüchen. Daniel Day-Lewis erhielt für seine Darbietung als Daniel Plainview den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

5 von 5 ★

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7. Rain Man (1988)

Drama mit Dustin Hoffman und Tom Cruise | SA 24. April 20.10 Uhr | SRF zwei

Darum geht's: Dem smarten Autohändler Charlie (Tom Cruise) würde bei seinen Geldsorgen die millionenschwere Erbschaft gerade recht kommen, auf die er am Grab seines plötzlich verstorbenen Vaters spekuliert. Doch zu Charlies grosser Überraschung soll das Geld seinem Bruder Raymond (Dustin Hoffman) zugute kommen, der als Autist in einem Heim lebt. Er selbst erbt lediglich einen schicken Oldtimer. Kurzerhand entführt Charlie seinen älteren Bruder, von dessen Existenz er erst bei der Testamentseröffnung erfahren hat. Auf diese Weise will er doch noch an das ersehnte Geld herankommen. Doch die gemeinsame Reise hält für die beiden Brüder eine ganze Reihe von Überraschungen bereit. Raymond verblüfft seinen Bruder mit einer ungewöhnlichen Begabung und erteilt ihm unbewusst einige Lektionen, die sein ganzes Leben verändern werden.

Sehenswert, weil: «Rain Man» ein absolut bewegender, emotionaler, lustiger und unvergesslicher Film ist. Dustin Hoffman und Tom Cruise, liefern eine Glanzleistung ab, die bei Hoffman zu einen Oscar führte und bei Cruise viel dazu beigetragen hat, seine Karriere zu starten. Die Regie von Barry Levinson ist atemberaubend. Der Film ist ein zeitloser Klassiker, der die Zuschauer berührt.

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8. Good Will Hunting (1997)

© Universal Pictures Switzerland

Romantik-Drama von Matt Damon und Ben Affleck | MO 26. April 20.15 Uhr | arte

Darum geht's: Will (Matt Damon) ist ein mathematisch hochbegabter Junge, der aber im sozialen Umgang gestört ist. Sein Mathematikprofessor (Stellan Skarsgard) schickt ihn zur Therapie zu einem Psychologen (Robin Williams). Dieser hat eben seine Frau verloren. Gemeinsam helfen sie sich, das Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Sehenswert, weil: Matt Damon und Ben Affleck ein grossartiges Team sind: Nicht nur als Schauspieler, sondern noch beeindruckender als Co-Autoren, wofür sie den Oscar für das beste Originaldrehbuch erhielten.

Das Drehbuch ist witzig und brilliant und sowohl Matt als auch Williams, der für seine Rolle im Film als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, spielen aus komödiantischer als auch theatralischer Sicht ihre Figuren grandios. «Good Will Hunting» war seiner Zeit weit voraus und bietet daher nicht einen typischen Hollywood-Film mit Hollywood-Ende.

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