Artikel25. Juli 2017

7 Fakten, die Du über den Ausnahme-Regisseur Christopher Nolan wissen solltest

7 Fakten, die Du über den Ausnahme-Regisseur Christopher Nolan wissen solltest

Mit dem lang erwartetem Kriegsdrama Dunkirk meldet sich Regisseur Christopher Nolan zurück im Filmgeschäft. Dass der Brite mittlerweile ein hohes Ansehen in der Filmwelt geniesst, bekräftigt seine hervorragende Arbeit als Filmemacher – Inception, The Dark Knight-Reihe, Memento und Interstellar sind nur einige Beispiele seiner Meisterwerke. Wir zeigen anhand von 7 Fakten auf, weshalb Nolan alles andere als ein gewöhnlicher Regisseur ist.

1. Er schaffte es ohne den klassischen Karriereweg zum Starregisseur

Christopher Nolan besuchte im Gegensatz zu vielen anderen Hollywood-Grössen keine Filmschule. Stattdessen entschied er sich für ein Studium der englischen Literatur am University College London. Durch sein Engagement am dortigen Filmclub kam Nolan dem Medium Film näher und drehte während seiner Studienzeit die ersten Kurzfilme. Nach dem Motto «Learning by Doing» erlernte er so das filmische Handwerk.

2. Eines seiner ersten Kurzfilmprojekte begeistert bis heute

Mit dem dreiminütigen Kurzfilm Doodlebug (UK, 1997) realisierte Nolan einen psychologischen Thriller, der damals sein aussergewöhnliches Filmhandwerk zum Ausdruck brachte und heute noch Filmfreunde begeistert. Bereits bei dieser Produktion stand seine Ehefrau Emma Thomas als Produzentin zur Seite – die beiden lernten sich während dem Studium kennen und produzierten seitdem über zehn Spielfilme. Auch wenn Doodlebug mit seinen experimentellen Zügen teilweise für Verwirrung sorgt und im gleichen Zuge viel Intepretationsspielraum bietet, lässt sich durch die verschiedenen erzählerischen und zeitlichen Ebenen Nolans Handschrift erkennen.

3. Sein kleiner Bruder steht ihm in nichts nach

Viele Kinobesucherinnen und -besucher kennen Christopher Nolan, jedoch nicht seinen Bruder Jonathan Nolan. Christopher verdankt seinem jüngeren Bruder einiges: Ohne seine stets hervorragende Arbeit als Drehbuchautor wäre Christopher vermutlich nicht in der Lage gewesen, so grosse Erfolge zu erzielen. Denn schlussendlich kann ohne gute Story kein guter Film realisiert werden. Die enge Zusammenarbeit der Brüder befruchtete viele Filmprojekte, wie bspw. Memento, The Dark Knight oder Interstellar. Seit 2013 versucht sich Jonathan Nolan einen eigenen Namen als Regisseur zu machen, allerdings beschränkt er sich zurzeit auf TV-Serien. Wir sind auf die zukünftigen Projekte der beiden Brüder jedenfalls gespannt.

Christopher (links im Bild) und Jonathan Nolan

4. Hans Zimmer spielt bei Nolan stets die erste Geige

Denkt man an Christopher Nolan, so wird fast automatisch Hans Zimmer in Verbindung gebracht. Der deutsche Filmkomponist bereichert Nolans filmische Welten mit aussergewöhnlichen Klängen, die bewusst bestimmte Emotionen in den Zuschauern auslösen. Auch in Dunkirk komponierte Hans Zimmer den epischen Soundtrack, der dem Kriegsfilm durchgehend Spannung verleiht.

5. Trotz Handicap erschafft Chris visuell beeindruckende Welten

Obwohl für Nolan das Visuelle seiner Filme einen hohen Stellenwert hat und er in der Branche als Perfektionist und Control-Freak bekannt ist, lässt er seinen Kameramännern freie Hand: Wegen seiner Farbenblindheit bezüglich Rot-Grün muss er sich voll auf deren Unterstützung verlassen können. Wohl auch darum arbeitet Nolan gerne mit vertrauten Gesichtern. Zwischen 2000 (Memento) und 2012 (The Dark Knight Rises) übernahm der Amerikaner Wally Pfister die Kamera, der sich mit Transcendence auch als Regisseur versuchte. Seit 2014 (Interstellar) steht der in der Schweiz geborene Hoyte Van Hoytema dem Altmeister als Director of Photography zur Seite.

6. Er pfeift auf technologische Errungenschaften und pflegt stattdessen lieber seine Vorliebe für das Traditionelle

Christopher Nolan ist ein Verfechter von herkömmlichen und bewährten Methoden der Filmproduktion. Weil er noch nie jemanden getroffen hat, der 3D-Filme mag, steht er diesem Format eher kritisch gegenüber. Darüber hinaus zieht er das analoge Filmmaterial dem digitalen Film vor. Daher wurde beispielsweise Interstellar hauptsächlich mit 35mm-Film gedreht und gewisse Szenen mit einer 70mm-IMAX-Kamera. Obwohl Dunkirk grösstenteils auch mit einer 70mm-IMAX-Filmkamera aufgenommen worden ist, wird der Film in der Schweiz leider nicht in diesem Format vorgeführt. Schade!

7. Nicht nur Klassiker dienen Nolan als Quelle der Inspiration

Woher lässt sich Christopher Nolan inspirieren? Als cinephiler Mensch fallen viele seiner Ideenanstösse zurück auf die Filmgeschichte. Ähnlich wie beispielsweise Regisseur Quentin Tarantino verfügt auch Nolan trotz fehlendem Filmstudium über ein gewaltiges Filmwissen. Umso spannender ist es daher zu wissen, welche Filmwerke Nolan besonders mag. Zu seinen Lieblingsfilmen gehören unter anderem:

Kennt Ihr noch weitere interessante Fakten über Christopher Nolan? Schreibt es in die Kommentar-Funktion!

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Kommentare 3

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vicky_leandros

vor 2 Jahren

vom irischen Familiennamen 'O Nuallain' (Nachfahre von Nuallan)
Nuallan war ursprünglich ein Beiname, abgeleitet von 'nuall' (berühmt)


theboch

vor 2 Jahren

Prof. Döring 😂


mariodoering

vor 2 Jahren

Der Theoretische Physiker "Kip Thorne" verbrachte 2 Wochen damit Christopher Nolan auszureden dass die Charaktere im Film "Interstellar" schneller als das Licht reisen. Ein sehr kleines aber meiner Meinung sehr Nennenswertes Detail, das einem ein Augenrollen erspart.


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