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Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung kommentiert der Medienwissenschaftler Dr. Gonzo das aktuelle Fernseh-Geschehen. Vorschläge und Ratschläge sind jederzeit willkommen. Auch von Nicht-Akademikern. |
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02.04.2007 | Dr. Gonzo
 Backfisch vor dem «Ausgang»
 Rapper nach dem «Ausgang»
 «Besorgs mir so richtig»
 Sexualfoscherin [Bilder: SF]
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Sex ist im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und überhaupt in anständigen Medien genauso wichtig wie in privaten und unanständigen. Aber natürlich journalistisch und darum im Sinn der Aufklärung. Wenn Sie also auf SF1 den Satz «Zehntausend fickgeile Schlampen möchten es mal wieder so richtig besorgt bekommen» hören, ist das nur ein Zitat. Und wenn Sie es hier lesen, erst recht!
Der «DOK» hiess «Sex - was wirklich läuft - Indiskretionen aus Schweizer Schlafzimmern» und machte die Tour durch die Gesellschaft: Knusprige Teenies, die es auch schon gemacht haben; das Paar mit Baby, das es gar nicht mehr tut; der Singlemann, der es ein bisschen selten tut; das ältere Paar, das es treibt wie Herr und Frau Lampe. Man fragt sich ständig, was Leute, die nicht Rainer Langhans heissen, eigentlich dazu bringt, vor der Kamera auf Schweizerdeutsch derart die Hosen herunterzulassen. Werden die etwa bezahlt wie auf RTL das Präkariat?
Zwischen den Lippenbekenntnisse Inserts von erotischen Aufnahmen. Man lässt eine hübsche Schülerin deftige Sexanzeigen vorlesen. Und natürlich die Wissenschaft: Die Lizentiatin, die ihre Umfrage statistisch ausgewertet und in Blick-fähige Ergebnisse gebracht hat: Fast alle onanieren, Männer sind untreuer als Frauen usw. Ein Sexologe erklärt, warum das aber gar nicht stimmen kann, nämlich weil es für die Untreue immer zwei brauche, daher müsse Symmetrie herrschen. Der hat in seinem Elfenbeinturm offenbar noch nie von den zehntausend fickgeilen Schlampen gehört, die hundertausend Männer untreu machen!
Der Singlemann erklärt, warum er manchmal auch wochenlang gar nicht an Sex denkt, weil er viel anderes im Kopf hat, «seg's Job, seg's Privatläbe, seg's suscht öppis», was sich nun einmal genau so anhört wie «Sex Job Sex Privatläbe Sex suscht öppis». So also klingen die Schweizer, wenn sie nicht an Sex denken!
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