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«Der Freund» bester Schweizer Film
Es gab wenig Überraschungen in der dekorierten Tennishalle in Solothurn, in der eine Jury aus Schauspielerin und Journalisten die Schweizer Filmpreise verlieh. Die Awards wurde heuer zum ersten Mal «Quarze» getauft, weil die edlen Steine «Beständigkeit» und «Qualität» ausstrahlen würden.
Besonders beständig ist Micha Lewinskys «Der Freund» allerdings nicht, denn es ist ja seine allererste Regiearbeit. Dennoch gewann sie den Preis für den besten Film, weil das Werk den Zuschauer «in seinem Innersten» bewege. Der Hauptdarsteller Philippe Graber, dem man schon nachgesagt hatte, er hätte nur einen Gesichtsausdruck, wurde zum besten Nachwuchsdarsteller gekürt.
Die beste weibliche Darstellerin wurde Sabine Timoteo («Nebenwirkungen»), die nicht einmal anwesend war. Bruno Cathomas («Chicken Mexicaine») wurde bester Darsteller. Als bester Dokumentarfilm wurde «Heimatklänge» ausgezeichnet, «Pas Douce» erhielt den Preis für ein herausragendes Drehbuch.
Die Jury vergab ihren Sonderpreis der Musik aus dem Film «Breakout» (Stress, Mich Gerber) und hatte so auch noch etwas gefunden, wofür es «Breakout» zu loben gab. Die Filmpreis-Gala soll künftig als grosse TV-Show inszeniert werden und nicht mehr in Solothurn stattfinden. Womöglich wird die Jury in Zukunft aus der Schweizer Filmakademie zusammengestellt, der alle bisherigen Träger des Schweizer Filmpreises angehören.
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