Registrieren Passwort vergessen

News

Polanskis Vergewaltigungsopfer zeigt sich grosszügig

Mi, 26.02.2003, Nathalie Jancso

Vor 26 Jahren wurde Roman Polanski in den USA der Vergewaltigung einer Minderjährigen angeklagt. Um einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe zu entgehen, floh der Regisseur nach Frankreich. Jetzt ist sein Film «The Pianist» für sieben Oscars nominiert. Samantha Geimer, das Opfer von damals, hat den Entscheid der Academy gebilligt.

vergrössern 

Samantha Geimer war 13-jährig als Roman Polanski sie 1977 zum Sex gezwungen hatte. Vor einem US-Gericht wurde er der Vergewaltigung angeklagt und musste mit einer Haftstrafe von bis zu 50 Jahren rechnen. Doch der Regisseur floh vor der Verurteilung nach Frankreich, wo er seitdem wohnt und arbeitet. Jetzt ist der gebürtige Pole für «The Pianist» für einen Regie-Oscar nominiert. Und seine Chancen stehen gut, wurde sein Holocaust-Drama doch bereits an den BAFTA- und César-Verleihungen mit den wichtigsten Preise geehrt. Geimer hat keine Einwände gegen den Entscheid der Academy und meinte in einem offiziellen Statement: «Ich habe nichts gegen, hege aber auch keine Sympathie für ihn. Er ist ein Fremder für mich. Ich denke, Mr Polanskis Filme sollten nach ihrer Qualität beurteilt werden. Was er in seinem Leben macht und wie gut, hat nichts mit mir zu tun.» Polanski, der bereits einmal nach seiner Verurteilung für einen Oscar nominiert war, für «Tess» 1981, wird sich jedoch davor hüten, der Oscarverleihung am 23. März 2003 persönlich beizuwohnen. Sobald er einen Fuss auf amerikanischen Boden setzt, wird er nämlich verhaftet.

weitersagen

Kommentare