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The Shipping News (Schiffsmeldungen)
Dass Pressekonferenzen auch lustig sein können, bewies gestern Kevin Spacey, Hauptdarsteller in Lasse Hallströms («What's Eating Gilbert Grape», «Chocolat») neuestem Werk und Wettbewerbs-Film an der Berlinale. Während sich vor ihm eine Meute aus Fotografen aufbaute, schoss er selber lässig ein paar Bilder der Journalisten und vom Regisseur.
Wieder wählt der Schwede Hallström, wie schon bei «Chocolat» und «The Cider House Rules», einen Roman als Vorlage für seinen Film. Diesmal liess er sich von dem preisgekrönten Roman von Annie Proulx inspirieren. Ein Junge wird vom Vater ins Wasser geworfen, obwohl der Junge nicht schwimmen kann. Mit der Bemerkung «Nun schwimm, im Leben kriegst du nichts geschenkt» schaut der Vater dem nach Luft schnappenden Jungen zu, und der strampelnde Junge wird dank moderner Technik vor den Augen der Zuschauer zum Mann. Der Mann heisst Quoyle (Kevin Spacey), und der Satz des Vaters hängt wie eine Prophezeiung über seinem Leben. Quoyle schmeisst sein Studium nach einem Jahr, um sich dann mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Er versucht, möglichst unsichtbar vor sich hinzudümpeln, bis sich eines Tages Petal (Cate Blanchett) in sein Auto setzt, ihn zur Kenntnis nimmt und abends fickt. Doch er wird nicht glücklich mit ihr - eine Kette von Ereignissen führt ihn nach Neufundland, in die Heimat der Ahnen. Da trifft er dann auf allerlei skurrile Gestalten und Gespenster, und die Geschichte, die so schön begann, wird zusehends flach und verliert den Schwung - schade!
Aber zum Glück war da Cate Blanchett, kaum wiederzuerkennen in der Rolle der männermordenden Petal. Und auch sie versteht es zu witzeln. Als Spacey meint, er hätte sie nach der Maske kaum wieder erkannt, meint sie spöttisch: «You mean, you thought, where do these breasts come from?» - Danke Cate.
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