News

«The Nativity Story» im Vatikan gezeigt

Di, 28.11.2006, Pascal Blum

An vergangenen Sonntag wurde im Vatikan die Bibelverfilmung «The Nativity Story» gezeigt. Es ist das erste Mal, dass ein Spielfilm seine Premiere im Kleinstaat feiert. Eigentlich hätte auch der Papst anwesend sein sollen. Weshalb er fernblieb, ist nicht ganz klar. Es mag mit der Hauptdarstellerin zu tun haben.

Diese heisst Keisha Castle-Hughes, spielt die Mutter Maria und war auch schon in «Whale Rider» zu sehen. Sie ist ausserdem erst sechzehn und bereits schwanger. Das mag den Papst erzürnt haben. Nicht, weil sie derart jung ist, sondern noch unverheiratet. Auf jeden Fall konnte Regisseurin Catherine Hardwicke nicht auf den Papst zählen.

Gegen einen Vergleich mit «The Passion of the Christ» verwehrte sie sich: «Einige seiner Sachen waren sehr kontrovers», bemerkte sie und meinte damit vermutlich Mel Gibsons latenten Antisemitismus. «Uns geht es darum, die Ähnlichkeiten zwischen den Religionen zu zeigen, nicht die Unterschiede.»

Erste Kritiken sprechen allerdings von «Blutleere»: Nie sei «The Nativity Story» so gut wie Hardewicks Vorgängerfilme «Lords of Dogtown» oder das intensive Coming-of-Age-Drama «Thirteen», sondern im Gegenteil bitterernst und blass. Der Film läuft in der Schweiz am 7. Dezember an.

weitersagen

Premium Partner