Di, 31.01.2006, Pascal Blum
Keine grosse Wundertüte hat die Academy dieses Jahr zu bieten: Wie schon mehrfach angekündigt ist «Brokeback Mountain», die Sommerjobromanze zwischen zwei US-Cowboys, der diesjährige Oscarfavorit mit acht Nominationen, darunter bester Film und bester Regisseur.
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Ausserdem wurde beinahe die gesamte Darstellerriege des modernen Westerns nominiert: Haupdarsteller Heath Ledger, seine Filmflamme Jake Gyllenhaal sowie die Nebendarstellerin Michelle Williams. Daneben dürfte es Ehrungen fürs Drehbuch (basiert auf einer Kurzgeschichte) und für die Regie (Ang Lee) geben. Der Film startet bei uns am 16. Februar.
In der Kategorie beste Filme sind ansonsten nominiert: Das Schriftstellerdrama «Capote», die Unfallstudie «Crash», das Schwarzweisspolitikum «Good Night, And Good Luck» von George Clooney und das Killerepos «Munich». Clooney wurde ebenfalls für seinen Part als CIA-Undercoveragent in «Syriana» nominiert.
Überraschend blieb das Johnny-Cash-Biopicture «Walk the Line» bei den besten Filmen aussen vor, dafür dürfen seine Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon auf einen Preis hoffen. In der Darstellerrubrik sind auch Rachel Weisz («The Constant Gardener»), die «Desperate Housewives»-Mutter Felicity Huffman («Transamerica»), Philip Seymour Hoffman («Capote»), Charlize Theron («North Country») und David Strathairn («Good Night, and Good Luck») nominiert, unter anderen.
Der Regiepreis könnte auch an Steven Spielberg («Munich»), Paul Haggis («Crash»), Bennett Miller («Capote») oder George Clooney («Good Night, and Good Luck») gehen. Als bester ausländischer Film geht «Sophie Scholl - Die letzten Tage» gegen «Paradise Now» und «Don't Tell» aus Italien ins Rennen. Damit bleibt die Schweizer Eingabe «Tout un hiver sans feu» draussen. Auf einen Special-Effects-Preis können «King Kong» und «War of the Worlds» hoffen.
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