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«Sakrileg»-Verfilmung führt zu Protesten

Di, 16.08.2005, Pascal Blum

Ein zwölfstündiges Gebet hat die Schwester Mary Michael (61) auf sich genommen, um ein Zeichen gegen den «ketzerischen» Dan Brown-Bestseller «Sakrileg» und dessen Verfilmung in der britischen Lincoln Cathedral zu setzen. Der Plot des Buches sei «theologisch unseriös».

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Bestsellerlisten scheinen ja in letzter Zeit eigens für den Thriller-Autor Dan Brown erfunden worden zu sein. In «The Da Vinci Code» (deutsch: «Sakrileg») fantasiert Brown den theologisch tatsächlich unseriösen Plot herbei, Jesus Christus hätte Maria Madgalena geheiratet und - Gott bewahre - auch noch ein Kind mit ihr gezeugt. Der Vatikan und die anglikanische Kirche haben den Roman unmittelbar mit Wissenschaft verwechselt und als unglaubwürdig sowie gotteslästernd verdammt.

Die Verfilmung unter der Fuchtel von Ron HowardBeautiful Mind») und mit Tom Hanks als Professor Robert Langdon steht daher unter keinem guten Sternschweif: Londons Westminster Abbey hatte als Drehplatz bereits abgesagt, so dass das Filmteam der Lincoln Cathedral circa 150 Kilometer ausserhalb von London 100'000 Pfund zuschieben musste, damit es wenigstens ein rechter Dom in den Final Cut schafft.

Als die Dreharbeiten gestern begann, haben sich Gläubige zu einer Demo eingefunden und gebetet. Eine Schwester meinte: «Es mag brilliante Fiktion sein, aber es verstösst gegen die Grundfeste, an die wir glauben.»

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