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Ken Loach erhält in Locarno den Ehrenleopard
Di, 12.08.2003, Andreas Brändle
Am Freitag wird Ken Loach im Blitzlichtgewitter stehen, wenn er vor der Aufführung von «Raining Stones» den Ehrenleoparden entgegenimmt. Eigentlich liegt ihm aber Glamour überhaupt nicht.
Der 1936 geborene Brite mag es nicht, mit Prominenten fotografiert zu werden und legt Wert darauf, dass er während seines Aufenthalts in Locarno in einem einfacheren Hotel übernachtet als die anderen Filmdelegationen. Dies ist nicht verwunderlich: Seit fast 40 Jahren stellt Ken Loach in seinen Filmen das Leben der einfachen Leute ins Zentrum. Seine kräftigen Schauspieldramen mit sozialem Anspruch machen die kleinen und grossen Ungerechtigkeiten des Lebens sichtbar.
Internationale Anerkennung fand der Arbeitersohn mit Juristen-Abschluss erstmals 1969 mit dem Film «Kes», einer lyrischen und kompromisslosen Darstellung des harten Alltags eines Jugendlichen in Yorkshire. Mit Filmen wie «Cathy Come Home», «Family Life», «Ladybird, Ladybird», «My Name is Joe» oder zuletzt «Sweet Sixteen» begleitet er sozial benachteiligte Menschen in ihrem familiären oder gesellschaftlichen Umfeld. Andere Werke wie «Hidden Agenda», «Land of Freedom» oder «Carla’s Song» hinterfragen die Macht des Staats vor dem Hintergrund nationaler Kämpfe für Demokratie und Unabhängigkeit.
Mit seinem sozialen Engagement hat sich Loach nicht nur Freunde gemacht. Die vierteilige Reihe «Questions of Leadership», die Loach im Auftrag der BBC produzierte, wurde nie ausgestrahlt, da man sie für subversiv hielt. Neben der Gesellschaftskritik zeichnen sich seine Filme auch durch Loachs ungewöhnliche Arbeitsweise aus. Er lässt sowohl Kameraleute als auch Schauspieler bis kurz vor Drehbeginn im Unklaren über den Inhalt einer Szene. Die einzelnen Aufnahmen werden dann durch Improvisation erarbeitet und verleihen dem Film so seine emotionale Stärke.
Internationale Anerkennung fand der Arbeitersohn mit Juristen-Abschluss erstmals 1969 mit dem Film «Kes», einer lyrischen und kompromisslosen Darstellung des harten Alltags eines Jugendlichen in Yorkshire. Mit Filmen wie «Cathy Come Home», «Family Life», «Ladybird, Ladybird», «My Name is Joe» oder zuletzt «Sweet Sixteen» begleitet er sozial benachteiligte Menschen in ihrem familiären oder gesellschaftlichen Umfeld. Andere Werke wie «Hidden Agenda», «Land of Freedom» oder «Carla’s Song» hinterfragen die Macht des Staats vor dem Hintergrund nationaler Kämpfe für Demokratie und Unabhängigkeit.
Mit seinem sozialen Engagement hat sich Loach nicht nur Freunde gemacht. Die vierteilige Reihe «Questions of Leadership», die Loach im Auftrag der BBC produzierte, wurde nie ausgestrahlt, da man sie für subversiv hielt. Neben der Gesellschaftskritik zeichnen sich seine Filme auch durch Loachs ungewöhnliche Arbeitsweise aus. Er lässt sowohl Kameraleute als auch Schauspieler bis kurz vor Drehbeginn im Unklaren über den Inhalt einer Szene. Die einzelnen Aufnahmen werden dann durch Improvisation erarbeitet und verleihen dem Film so seine emotionale Stärke.
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