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Der Ritter ist tot
Schon in den Dreissigern wurde er als Bühnenschauspieler berühmt. Sein Filmdébut gab er in der Dickens-Verfilmung «Great Expectations» 1946. Er gewann 1957 einen Oscar für seinen Auftritt als Colonel Nicholson in David Leans «Bridge on the River Kwai». 1958 schlug ihn Queen Elisabeth II. zum Ritter. In den Siebzigerjahren wurde er als Weltraumritter Ben (Obi Wan) Kenobi in «Star Wars» zur allbekannten Grösse.
Guinness' Filmografie reicht von unzähligen Komödien der Vierziger und Fünfziger über «Lawrence of Arabia» (1962), «Doctor Zhivago» (1965), die «Star Wars» Trilogie der Siebziger und frühen Achtziger, bis hin zu Soderberghs «Kafka» (1991), um nur die bekannteren Titel zu nennen.
Schon seit Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen, verschlimmerte sich Guinness' Zustand in den letzten Wochen dramatisch, worauf er in ein Spital in Midhurst, Westsussex eingewiesen wurde. Dort erlag er seinem Krebsleiden am 6. August.
Guinness soll alles, was mit «Star Wars» zu tun hat, verabscheut haben, so will es ein Gerücht. Daher habe er auch George Lucas überredet, dass er Obi Wan Kenobi dem Bösewicht Darth Vader im Kampf unterliegen lasse. Möge dennoch - nun da er auch aus dem wirklichen Leben geschieden ist - die Macht mit ihm sein!
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