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So wird das 6. Zurich Film Festival
Do, 09.09.2010, Stefan Gubser
Was läuft am 6. Zurich Film Festival? Welche Filme muss man gesehen haben? Und wie lang ist der rote Teppich? Wir haben die Gästelisten studiert und uns durch das dicke Programmheft gearbeitet.
Ja, der berühmte Teppich. Der hat auch 2010 eine gute Farbe. Daran ändert auch die Abwesenheit von Michael Douglas nichts, der wegen seiner Krebs-Erkrankung bekanntlich nicht nach Zürich kommen wird. Der schon länger grau gewordene Star wird seinen «Golden Icon» von Danny DeVito abholen lassen; auch er keine kleine Nummer, trotz seiner Körpergrösse. Eingeflogen werden die Regisseure Oliver Stone (mit dem Abschlussfilm im Gepäck), Milos Forman (wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet) und Schauspieler Frank Langella. Der Amerikaner hat als Jury-Präsident bei der Vergabe des begehrten «Goldenen Auges» das letzte Wort.
Für den «Internationalen Spielfilmwettbewerb» sind zwölf Produktionen gemeldet. Neben den wettbewerbstypischen Problemfilmen, die um die düsteren Themen Krankheit (Adem), Tod (Third Star), Einsamkeit (Belle epine), Ehekrise (Blue Valentine) und Selbstmord (Pelican Blood) kreisen, findet sich auch leichtere Kost: Bon Appétit etwa, ein in der Zürcher Gastroszene angesiedelter Liebesfilm mit der frechen Nora Tschirner in der Hauptrolle. Und in Monogamy geht's um die Frage: Wo beginnt das Fremdgehen?
Im «Deutschsprachigen Spielfilmwettbewerb» ist die Schweiz zweimal vertreten. Cihan Inans an L.A. Crash erinnerndes episodisches Drama 180° erzählt von Menschen, die ein Autounfall zusammenführt. Und in Mike Schaerers Tragikomödie Stationspiraten prallen fünf junge Glatzen aufeinander - keine Neonazis, sondern Krebskranke. Österreich schickt einen 2. Weltkriegsfilm ins Rennen, in dem jüdische Flüchtlinge in einem Heuschober eine Operette aufführen (Vielleicht in einem anderen Leben). Von den deutschen Filmen scheint Die Hummel herausgreifenswert, die lakonische Komödie um einen Vertreter von Schönheitsprodukten.
Im gut besetzten «Dokumentarfilmwettbewerb» geben auch 2010 Filme den Ton an, die Menschen in ihren beklagenswerten Lebens- und Arbeitswelten abbilden, die nicht stärker mit dem Hochglanz eines Filmfestivals kontrastieren könnten. Da trifft man auf brasilianische Müllsammler (Hauling), dänische UNO-Soldaten in Afghanistan (Armadillo), österreichische Friedensaktivisten in Nicaragua (Einmal mehr als nur reden), Migranten in China (Last Train Home) und erschossene Kolumbianer (The Two Escobars).
Am meisten Glamour versprüht naturgemäss die «Out of Competition»-Reihe, auch wenn das ZFF hier mehr als einen Film zweitverwertet, der schon auf anderen Festivals für Furore sorgte. Biutiful mit Javier Bardem gab heuer in Cannes zu reden, Woody Allens You Will Meet a Tall Dark Stranger ebenfalls. Exit Through the Gift Shop, der Dokumentarfilm über die britische Street Art-Ikone Banksy war der heimliche Star der diesjährigen Berlinale, wo auch Submarino lief, der neue Film des Dogma-Dänen Thomas Vinterberg. Und Buried mit Ryan Reynolds, der 90 Minuten lang in einem Sarg steckt, war die Sensation am Sundance Festival 2010. Schliesslich als Nocturne nachgemeldet wurde noch Machete von Robert Rodriguez, der B-Movie mit einem Cast aus der Top-Liga der Hollywoodstars, der in Venedig gefeiert wurde.
Eröffnet wird das 6. Zurich Film Festival am 23. September mit Michael Steiners Skandalfilm Sennentuntschi. Beschlossen wird es am 3. Oktober mit Oliver Stones Wall Street-Sequel Money Never Sleeps.
Für den «Internationalen Spielfilmwettbewerb» sind zwölf Produktionen gemeldet. Neben den wettbewerbstypischen Problemfilmen, die um die düsteren Themen Krankheit (Adem), Tod (Third Star), Einsamkeit (Belle epine), Ehekrise (Blue Valentine) und Selbstmord (Pelican Blood) kreisen, findet sich auch leichtere Kost: Bon Appétit etwa, ein in der Zürcher Gastroszene angesiedelter Liebesfilm mit der frechen Nora Tschirner in der Hauptrolle. Und in Monogamy geht's um die Frage: Wo beginnt das Fremdgehen?
Im «Deutschsprachigen Spielfilmwettbewerb» ist die Schweiz zweimal vertreten. Cihan Inans an L.A. Crash erinnerndes episodisches Drama 180° erzählt von Menschen, die ein Autounfall zusammenführt. Und in Mike Schaerers Tragikomödie Stationspiraten prallen fünf junge Glatzen aufeinander - keine Neonazis, sondern Krebskranke. Österreich schickt einen 2. Weltkriegsfilm ins Rennen, in dem jüdische Flüchtlinge in einem Heuschober eine Operette aufführen (Vielleicht in einem anderen Leben). Von den deutschen Filmen scheint Die Hummel herausgreifenswert, die lakonische Komödie um einen Vertreter von Schönheitsprodukten.
Im gut besetzten «Dokumentarfilmwettbewerb» geben auch 2010 Filme den Ton an, die Menschen in ihren beklagenswerten Lebens- und Arbeitswelten abbilden, die nicht stärker mit dem Hochglanz eines Filmfestivals kontrastieren könnten. Da trifft man auf brasilianische Müllsammler (Hauling), dänische UNO-Soldaten in Afghanistan (Armadillo), österreichische Friedensaktivisten in Nicaragua (Einmal mehr als nur reden), Migranten in China (Last Train Home) und erschossene Kolumbianer (The Two Escobars).
Am meisten Glamour versprüht naturgemäss die «Out of Competition»-Reihe, auch wenn das ZFF hier mehr als einen Film zweitverwertet, der schon auf anderen Festivals für Furore sorgte. Biutiful mit Javier Bardem gab heuer in Cannes zu reden, Woody Allens You Will Meet a Tall Dark Stranger ebenfalls. Exit Through the Gift Shop, der Dokumentarfilm über die britische Street Art-Ikone Banksy war der heimliche Star der diesjährigen Berlinale, wo auch Submarino lief, der neue Film des Dogma-Dänen Thomas Vinterberg. Und Buried mit Ryan Reynolds, der 90 Minuten lang in einem Sarg steckt, war die Sensation am Sundance Festival 2010. Schliesslich als Nocturne nachgemeldet wurde noch Machete von Robert Rodriguez, der B-Movie mit einem Cast aus der Top-Liga der Hollywoodstars, der in Venedig gefeiert wurde.
Eröffnet wird das 6. Zurich Film Festival am 23. September mit Michael Steiners Skandalfilm Sennentuntschi. Beschlossen wird es am 3. Oktober mit Oliver Stones Wall Street-Sequel Money Never Sleeps.
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