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Sundance 2010 im Zeichen des Dokumentarfilms

Fr, 22.01.2010, Stefan Gubser

Start zum grössten Independent Film Festival der Welt: Sundance-Gründer Robert Redford versprach, «zu den Wurzeln zurückzukehren» und rief die Teilnehmer dazu auf, der Erdbebenopfer auf Haiti zu gedenken.

«Sundance soll Fun sein», sagte Robert Redford zum Auftakt. «Und hier sind wir, um das Filmemachen zu feiern. Aber es wäre nicht gut, nicht daran zu denken, dass auf Haiti 75'000 Menschen gestorben sind.» Der Festivalgründer bekannte überdies, er wolle sich stärker der Förderung des internationalen Dokumentarfilms widmen: «Kunst kann eine Rolle bei sozialen Veränderungen spielen», so Redford.

Zu den filmischen Highlights der 26. Ausgabe des wichtigsten Festivals für Filme, die nicht in Hollywood produziert wurden, gehören dieses Jahr politisch engagierte Dokumentarfilme. «Restrepo» etwa zeigt amerikanische Marines, die in Afghanistan eine abgelelegene Militärbasis verteidigen. Mit Spannung erwartet wird auch «Bhutto» - eine Doku über die frühere pakistanische Premierministerin Benazir Bhutto, die 2007 ermordet wurde.

In der Spielfilm-Sektion ist unter anderem «Howl» zu sehen, mit James Franco als legendärem Beatnik-Dichter Allen Ginsberg. Der Schauspieler Philip Seymour HoffmanCapote») reist mit seinem Regiedebüt «Jack Goes Boating» nach Park City. «A Mighty Heart»-Regisseur Michael Winterbottom entlarvt in seinem Thriller «The Killer Inside Me» mit Casey Affleck einen texanischen Deputy Sheriff als psychopathischen Serienkiller, und Ryan Reynolds ist die Hauptfigur im klaustrophobischen Low-Budget Horror-Trip «Buried».

Neu ist die Sundance-Reihe «Next»: Hier werden Filme gezeigt, die mit weniger als einer Million Dollar gedreht wurden.





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