Interview
Jessica Biel: «Darauf kann man aufbauen»
Da sitzt sie und löffelt eine Suppe aus, die nicht wir ihr eingebrockt haben: Jessica Biel über üble Verrisse, ihre Hippie-Eltern und die Coen-Brüder.
Sieht lecker aus. Guten Appetit erst mal!
(löffelt) Es macht Ihnen doch nichts aus, wenn ich meine Suppe esse, während wir uns unterhalten? Wollen Sie vielleicht auch etwas aus der Küche?
Gegen ein paar gute Fragen hätte ich nichts einzuwenden.
(lacht) Und wenn Sie auch etwas zu essen haben wollen, kein Problem!
Nehmen wir an, jemand verfilmt Ihr Leben: Wer spielt Jessica Biel?
Auf keinen Fall ich selber. (lacht) Warum nicht Katherine Hepburn? Eine meiner absoluten Lieblingsschauspielerinnen.
Und wer würde Regie führen?
Die Coen-Brüder.
Tönt nach einem Film, den sogar ich mir anschauen würde.
Und in der romantisch-tragischen, aber erotischen Version: Ang Lee.
Was ist eigentlich das Geheimnis für die viel beschworene gute Chemie zwischen Schauspielern, nach der Sie sicher auch immer gefragt werden?
Der Schlüssel ist: Man muss sich in ein kleines Etwas der Person verlieben, mit der man arbeitet. Man findet ja an jedem Menschen etwas, das man mag, darauf kann man dann aufbauen. Mir fällt es immer leicht, mit den Leuten auf dem Set klarzukommen. Die lieben alle, was sie tun.
Hat auch eine schlechte Chemie ihre guten Seiten?
Sicher. Aber die sucht man nicht. Nur wenn man sich wohlfühlt, kann man auch verletzlich sein. Nur dann hat man den Mut, Dinge zu versuchen, die man sich sonst nicht zutrauen würde.
Machen Ihnen Kritiken was aus?
Einen schrecklichen Verriss nimmt man immer persönlich. Aber ich habe auch schon die Kritik eines Films gelesen, in dem ich nicht mitspielte, und habe den Film total anders empfunden als der Kritiker. Ich versuche sehr, eine einzelne Meinung nicht überzubewerten.
Könnten Sie sich vorstellen, etwas anderes zu tun, als vor der Kamera zu stehen?
Fotografin wäre ich gerne. Safari-Fotografin fürs «National Geographic»! Ich würde liebend gern durch die Welt reisen, essen und den Leuten davon erzählen. Oder Spas testen. Den Leuten sagen, wo sie Ferien machen sollen.
Was ist das Beste daran, Jessica Biel zu sein. Und was das Schlimmste?
Das Beste an mir sind meine Freunde und meine Familie. Ich habe die besten Freunde, die man sich denken kann, die erfüllen mich Tag für Tag. Das Schlimmste ist wohl, dass ich keine Privatsphäre habe. Die fehlende Anonymität.
Wahre Geschichte, dass Sie aus einer Hippie-Familie kommen? Oder lügt das Internet.
Nein, das stimmt.
Aber Sie sind nicht im Wald aufgewachsen.
Nein, in den Bergen. In einer kleinen Stadt namens Boulder, Colorado. Meine Mutter ist sehr spirituell. Sie achtet die Natur, auf ihre Gesundheit, sie interessiert sich für fernöstliche Medizin, sie hat ein grosses Bewusstsein für das Land, die Erde. Mein Vater ebenfalls. Aber sie hassen mich wahrscheinlich dafür, dass ich sie als Hippies bezeichne. (lacht)
Wie muss man sich Jessica Biel vorstellen, die allein zu Hause auf der Couch einen Film anschaut, in dem sie selber mittut?
Ich bin sehr kritisch. Man kann einen Film, in dem man selber mitspielt, nicht wie einen Film betrachten, in dem man nicht dabei ist. Ich schaue sie mir ein paar Mal an, und dann jahrelang nicht mehr. Und dann vielleicht wieder mal. Vielleicht. Es gibt so viele Filme ohne mich zu sehen. Die sind mir lieber.
Muss ermüdend sein, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen.
Sehr. Auch total seltsam, es ist wie keine normale, menschliche Erfahrung. Ich meine: Menschen machen die ganze Zeit Fehler, aber wenn ich einen mache, kriegen es immer gleich alle mit. Das ist brutal.
Trinken Sie auch mal einen Kaffee mit den Paparazzi, die vor Ihrem Haus leben?
Leider nein, das sollte ich aber machen. (lacht)
(löffelt) Es macht Ihnen doch nichts aus, wenn ich meine Suppe esse, während wir uns unterhalten? Wollen Sie vielleicht auch etwas aus der Küche?
Gegen ein paar gute Fragen hätte ich nichts einzuwenden.
(lacht) Und wenn Sie auch etwas zu essen haben wollen, kein Problem!
Nehmen wir an, jemand verfilmt Ihr Leben: Wer spielt Jessica Biel?
Auf keinen Fall ich selber. (lacht) Warum nicht Katherine Hepburn? Eine meiner absoluten Lieblingsschauspielerinnen.
Und wer würde Regie führen?
Die Coen-Brüder.
Tönt nach einem Film, den sogar ich mir anschauen würde.
Und in der romantisch-tragischen, aber erotischen Version: Ang Lee.
Was ist eigentlich das Geheimnis für die viel beschworene gute Chemie zwischen Schauspielern, nach der Sie sicher auch immer gefragt werden?
Der Schlüssel ist: Man muss sich in ein kleines Etwas der Person verlieben, mit der man arbeitet. Man findet ja an jedem Menschen etwas, das man mag, darauf kann man dann aufbauen. Mir fällt es immer leicht, mit den Leuten auf dem Set klarzukommen. Die lieben alle, was sie tun.
Hat auch eine schlechte Chemie ihre guten Seiten?
Sicher. Aber die sucht man nicht. Nur wenn man sich wohlfühlt, kann man auch verletzlich sein. Nur dann hat man den Mut, Dinge zu versuchen, die man sich sonst nicht zutrauen würde.
Machen Ihnen Kritiken was aus?
Einen schrecklichen Verriss nimmt man immer persönlich. Aber ich habe auch schon die Kritik eines Films gelesen, in dem ich nicht mitspielte, und habe den Film total anders empfunden als der Kritiker. Ich versuche sehr, eine einzelne Meinung nicht überzubewerten.
Könnten Sie sich vorstellen, etwas anderes zu tun, als vor der Kamera zu stehen?
Fotografin wäre ich gerne. Safari-Fotografin fürs «National Geographic»! Ich würde liebend gern durch die Welt reisen, essen und den Leuten davon erzählen. Oder Spas testen. Den Leuten sagen, wo sie Ferien machen sollen.
Was ist das Beste daran, Jessica Biel zu sein. Und was das Schlimmste?
Das Beste an mir sind meine Freunde und meine Familie. Ich habe die besten Freunde, die man sich denken kann, die erfüllen mich Tag für Tag. Das Schlimmste ist wohl, dass ich keine Privatsphäre habe. Die fehlende Anonymität.
Wahre Geschichte, dass Sie aus einer Hippie-Familie kommen? Oder lügt das Internet.
Nein, das stimmt.
Aber Sie sind nicht im Wald aufgewachsen.
Nein, in den Bergen. In einer kleinen Stadt namens Boulder, Colorado. Meine Mutter ist sehr spirituell. Sie achtet die Natur, auf ihre Gesundheit, sie interessiert sich für fernöstliche Medizin, sie hat ein grosses Bewusstsein für das Land, die Erde. Mein Vater ebenfalls. Aber sie hassen mich wahrscheinlich dafür, dass ich sie als Hippies bezeichne. (lacht)
Wie muss man sich Jessica Biel vorstellen, die allein zu Hause auf der Couch einen Film anschaut, in dem sie selber mittut?
Ich bin sehr kritisch. Man kann einen Film, in dem man selber mitspielt, nicht wie einen Film betrachten, in dem man nicht dabei ist. Ich schaue sie mir ein paar Mal an, und dann jahrelang nicht mehr. Und dann vielleicht wieder mal. Vielleicht. Es gibt so viele Filme ohne mich zu sehen. Die sind mir lieber.
Muss ermüdend sein, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen.
Sehr. Auch total seltsam, es ist wie keine normale, menschliche Erfahrung. Ich meine: Menschen machen die ganze Zeit Fehler, aber wenn ich einen mache, kriegen es immer gleich alle mit. Das ist brutal.
Trinken Sie auch mal einen Kaffee mit den Paparazzi, die vor Ihrem Haus leben?
Leider nein, das sollte ich aber machen. (lacht)
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