Stephanie (Katherine Heigl) ist jung und motiviert, aber leider auch pleite. Sie heuert sie bei ihrem Vetter an, dem Inhaber einer Kautionsagentur. Zwar hat sich die junge Dame noch nie als Kopfgeldjägerin versucht, aber da die Zielperson ihre Jugendliebe Joe (Jason O'Mara) ist, mit dem sie ohnehin noch ein Hühnchen zu rupfen hat, geht sie mit Feuereifer an die Aufgabe heran. Doch als Kopfgeldjägerin lebt man gefährlich. Vor allem, wenn man glaubt, dass der Kautionsflüchtling tatsächlich unschuldig ist.
One for the Money ist eine romantische Komödie mit leichtem Action-Einschlag, die nichts richtig falsch macht, aber auch keinerlei Wagnisse eingeht. Da ist es nur konsequent, dass alles, was die Romanvorlage von Janet Evanovic auszeichnete, in der filmischen Umsetzung glattgebügelt wurde. Der schräge Humor des Romans und die Marotten der Protagonisten wurden einfach entsorgt.
Geblieben ist ein schlechtere Variante von Bounty Hunter mit vertauschten Rollen. Dabei stimmt die Chemie zwischen Katherine Heigl und Jason O'Mara durchaus. Es macht Spass, den beiden zuzusehen, wie sie sich verbale Bonmots um die Ohren hauen. Bloss hat man als Zuschauer immer das Gefühl, den Protagonisten ein bis zwei Schritte voraus zu sein. Ein Blick auf die Besetzungsliste reicht ja, um zu wissen, wer der Schurke ist.
Aber auch die Story selbst macht keinen Hehl daraus. Das mag im Roman noch irrelevant gewesen sein, da sich dieser mehr für die Figuren, denn die Geschichte interessierte. Der Film muss jedoch mit seiner Story punkten, da die Handlungsträger weitestgehend von allen Ecken und Kanten befreit wurden. Das kann er nicht. Was bleibt, ist Dutzendware.