Madagascar 3
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Filmkritik

Schneller, bunter, lauter

Von all den Animationsfranchisen, die in den vergangenen Jahren weltweit die erstaunlichsten Erfolgsgeschichten schrieben, war Madagascar immer schon die schwächste. Daran ändert auch der dritte Teil nichts, in dem es den Löwen Alex und seine Freund auf dem Weg zurück nach New York in diverse europäische Metropolen verschlägt.

Durchaus erstaunlich, der Erfolg der Madagascar-Franchise: Schon beim ersten Teil vor sieben Jahren musste man feststellen: mit der technischen und visuellen Brillanz aus dem Hause Pixar konnte das Zootier-Quartett nicht mithalten, mit der Raffinesse der Geschichten erst Recht nicht. Und selbst im Vergleich mit der hauseigenen Konkurrenz von Shrek hinkte die Dreamworks-Produktion humortechnisch hinterher. Trotzdem läuft nun bereits der dritte Teil an, der zuvor allein in Amerika über 200 Millionen Dollar eingespielt hat.

Gewisse Unstimmigkeiten, etwa was das (auch sprachliche) Verhältnis zwischen Tier und Mensch angeht, waren dieser Filmreihe immer schon zueigen. Dieses Mal werden auch die letzten Reste Realismus und Glaubwürdigkeit enthemmt über Bord geworfen. Löwe Alex, Zebra Marty, Giraffe Melman und Nilpferd Gloria - zuletzt glücklich dem New Yorker Tierpark entkommen und fröhlich durch die neue afrikanische Heimat tobend - wollen nun doch zurück in die zivilisierte Heimat. Dazu braucht es allerdings die Hilfe der Pinguine und Schimpansen, die inzwischen in Monte Carlo das Casino unsicher machen. Also geht's zunächst nach Europa, wo man sich dann gezwungenermaßen einem abgehalfterten Wanderzirkus anschließt, in dem man sich unter anderem mit einem missgelaunten russischen Tiger, einer Jaguardame und einem aufgekratzen Seelöwen zusammenraufen und irgendwie eine einträgliche Show auf die Beine stellen muss.

Vermutlich ist der Ansatz der Madagascar-Macher, im dritten Teil endgültig dem Irrsinn freien Lauf zu lassen, der einzig logische. Zumal man nicht behaupten kann, dass es - vom Affen in Louis XIV-Kostüm über King Juliens Liebe zu einem traurigen Tanzbären bis hin zu einer skrupellosen französischen Großwildjägerin als Gegenspielerin - nicht allerlei gelungene schräge Gags gäbe. Allerdings trägt das Konzept «schneller, bunter, lauter» einen Film nur begrenzt weit. So rast Madagascar 3 zwar rastlos und hektisch durch das an Plot nicht eben reiche, aber dennoch überfrachtete Drehbuch (an dem immerhin Noah Baumbach beteiligt war), ohne Pause zum Luftholen und ohne auch nur einem Millimeter Tiefe unter der grellen Oberfläche. Darüber hinwegtäuschen, dass die vier Protagonisten noch immer relativ lieblos-uncharmante Figuren sind, lässt sich damit allerdings nicht.

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Mein Kommentar
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69 Kommentare
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Julia

Afro circus: D
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Rico

der charme vom ersten teil ist definitiv weg.
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büebel

Um längen besser als M2! Ein super Nachfolger für den ersten Teil.
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arny super story + gute Effecte. Carola
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PetraAndi

Tolle Effekte und rasante Action - Handlung hm...?; -)
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caulfield

Fand die ersten beiden Teile nicht besonders, bin aber der Freundin zuliebe mitgegangen und fand den Film besser als erwartet. Für mich bisher klar der beste der drei...
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Andrea

War angenehm überrascht - der bisher beste Teil der Trilogie.
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Remo45

Hatte wenig erwartet - wie meistens bei mehreren Fortsetzungen - war aber sehr positiv überrascht. Story und Charaktere viel besser als im 2. Teil:)
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Sandra

meine kids waren begeistert
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Martin

Tolle 3D-Effekte, rasante Action, witzige Story.
69 Kommentare

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