Interview
Genndy Tartakovsky: «Wir nehmen alles gelassener»
Kein Name, den man auf Anhieb richtig schreibt - merken sollte man ihn sich trotzdem: Genndy Tartakovsky über Animationsfilme, Verantwortung und sein Testpublikum.
Können Sie erklären, warum Animationsfilme heutzutage so populär sind - auch bei Erwachsenen?
Ich glaube, dass unsere Generation auch im Erwachsenenalter jung geblieben ist, jünger als die Generationen unserer Eltern. Was seltsam ist: Wir tragen ja sicher nicht weniger Verantwortung als unsere Eltern, aber wir nehmen alles gelassener.
In der Filmindustrie fühle ich mich immer noch wie ein Kind. Ich glaube, das geht vielen Leuten meiner Generation so. Und ich glaube, dass die heutigen Animationsfilme besser geworden sind. Sie sind unterhaltsamer und mehr für Erwachsene, nicht nur für Kinder gemacht.
Warum haben Sie sich für Horrorhelden als Hauptfiguren in einem Kinderfilm entschieden?
Das ist eine gute Frage, die wir natürlich auch rege diskutiert haben. Für uns war entscheidend, dass der Film nicht allzu unheimlich wird. Natürlich sollen sich die Kinder hier und dort erschrecken. Aber das Comedy-Element war uns wichtiger, auch die Beziehungen der Figuren untereinander.
Ausserdem sind Vampire heute nun mal ein Teil unserer Gesellschaft. (lacht) Hier kommen aber noch Werwölfe und Frankenstein dazu, mit denen sind kleine Kinder gar nicht so vertraut. In Amerika kennen sie die Kostüme, wenn es hoch kommt. In Hotel Transylvania sollen diese Figuren aber ganz normale Menschen sein, mit menschlichen Problemen.
In der Originalversion leiht Adam Sandler dem über-fürsorglichen Vater die Stimme. Was sprach für ihn?
Adam hat zwei kleine Töchter, und die lässt er nicht eine Sekunde aus den Augen. (lacht) Er hat sofort zugesagt, als wir an ihn gelangten, die Rolle entspricht ihm total. Auch weil wir einen Dracula mit Humor haben wollten. Und Adam ist bekanntlich sehr witzig.
Sie sind ja selber auch Vater. Sind Ihre Kinder Ihr Testpublikum?
Ja. Ich zeige Ihnen die Figuren, während sie noch im Entstehen sind. Dann sagen sie mir ihre Meinung, und ich erzähle, was es mit der Figur auf sich hat. Das amüsiert sie manchmal oder auch nicht.
Aber man muss da auch vorsichtig sein, weil ich mache die Sachen ja nicht allein für meinen Sohn oder meine Töchter, ich möchte, dass es möglichst allen gefällt. Ich könnte einen Cartoon ganz auf die Wünsche meines Sohnes abstimmen, aber da wäre ich mir nicht so sicher, ob das jedem gefallen würde.
Ich glaube, dass unsere Generation auch im Erwachsenenalter jung geblieben ist, jünger als die Generationen unserer Eltern. Was seltsam ist: Wir tragen ja sicher nicht weniger Verantwortung als unsere Eltern, aber wir nehmen alles gelassener.
In der Filmindustrie fühle ich mich immer noch wie ein Kind. Ich glaube, das geht vielen Leuten meiner Generation so. Und ich glaube, dass die heutigen Animationsfilme besser geworden sind. Sie sind unterhaltsamer und mehr für Erwachsene, nicht nur für Kinder gemacht.
Warum haben Sie sich für Horrorhelden als Hauptfiguren in einem Kinderfilm entschieden?
Das ist eine gute Frage, die wir natürlich auch rege diskutiert haben. Für uns war entscheidend, dass der Film nicht allzu unheimlich wird. Natürlich sollen sich die Kinder hier und dort erschrecken. Aber das Comedy-Element war uns wichtiger, auch die Beziehungen der Figuren untereinander.
Ausserdem sind Vampire heute nun mal ein Teil unserer Gesellschaft. (lacht) Hier kommen aber noch Werwölfe und Frankenstein dazu, mit denen sind kleine Kinder gar nicht so vertraut. In Amerika kennen sie die Kostüme, wenn es hoch kommt. In Hotel Transylvania sollen diese Figuren aber ganz normale Menschen sein, mit menschlichen Problemen.
In der Originalversion leiht Adam Sandler dem über-fürsorglichen Vater die Stimme. Was sprach für ihn?
Adam hat zwei kleine Töchter, und die lässt er nicht eine Sekunde aus den Augen. (lacht) Er hat sofort zugesagt, als wir an ihn gelangten, die Rolle entspricht ihm total. Auch weil wir einen Dracula mit Humor haben wollten. Und Adam ist bekanntlich sehr witzig.
Sie sind ja selber auch Vater. Sind Ihre Kinder Ihr Testpublikum?
Ja. Ich zeige Ihnen die Figuren, während sie noch im Entstehen sind. Dann sagen sie mir ihre Meinung, und ich erzähle, was es mit der Figur auf sich hat. Das amüsiert sie manchmal oder auch nicht.
Aber man muss da auch vorsichtig sein, weil ich mache die Sachen ja nicht allein für meinen Sohn oder meine Töchter, ich möchte, dass es möglichst allen gefällt. Ich könnte einen Cartoon ganz auf die Wünsche meines Sohnes abstimmen, aber da wäre ich mir nicht so sicher, ob das jedem gefallen würde.
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