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Filmkritik

Das Kreuz mit dem Vampir

Eine Hexe verwandelt einen Playboy in einen Vampir: Tim Burtons Adaption einer Grusel-TV-Serie aus den späten 60er Jahren ist sein neuester Versuch, aus seinem geliebten Johnny einen Deppen zu machen.

1750. Die wohlhabende Familie Collins aus Liverpool will in Amerika ein neues Leben anfangen. An der Küste gründen sie ein Fischerdorf namens Collinsport, in dem ihr Sohn Barnabas (Johnny Depp) zu einem Playboy heranwächst. Als er jedoch das Herz der schönen Angelique Brouchard (Eva Green) bricht, zeigt die ihre wahre Identität. Die Hexe verzaubert Barnabas in einen Vampir und begräbt ihn bei lebendigem Leibe. Durch einen Zufall wird Barnabas Sarg 200 Jahre später ausgegraben, der Vampir kehrt in sein inzwischen abgetakeltes Familienheim zurück, wo seine Nachfahren(Michelle Pfeiffer, Chloe Grace Moretz und Jonny Lee Miller) gemeinsam mit ihrer Psychiaterin (Helena Bonham Carter) leben. Barnabas ist fest entschlossen, den Namen seiner Familie wiederherzustellen. Aber seine guten Absichten werden von einer alten Freundin durchkreuzt.

Johnny Depp, oft als Burtons Muse beschrieben, spielt Barnabas Collins als komischen Kauz, der wohl auch vor seiner Transformation zum Vampir nicht den Normen des späten 18. Jahrhunderts entsprochen hat. Sein Vampir ist mehr Nosferatu als Edward Cullen, mit dunkeln Augenrändern und überlangen, spitzen Fingern, und wenn Barnabas sich zu einem Spaziergang am Strand aufmacht (ja, die traditionellen Vampirregeln scheinen nicht nur in Twilight nicht zu gelten), sieht er ein bisschen aus wie Truman Capote. Barnabas wird mit dem Kitsch aus den 70er Jahren konfrontiert, Hits wie «Nights in White Satin» von Moody Blues oder «Get It On» von T-Rex unterstreichen die morbide Stimmung in Collinsmanor, und ein Cameo des grössten Vampir-Darstellers aller Zeiten wird die Fans des Horror-Genres speziell freuen.

Die grösste Schwäche des Films ist jedoch der spärliche Einsatz seiner grossen Stars. Jonny Lee Millers Roger hat kaum etwas zu sagen, und auch Michelle Pfeiffers Rolle als Matriarchin hat keinen echten Handlungsbogen. Bereits in den ersten Minuten wird klar: Barnabas fühlt sich in den 70ern wie ein Fisch auf dem Trockenen. Darüber hinaus erforscht Burton die Möglichkeiten, die ihm dieser Kontrast bietet, aber reichlich wenig. Es scheint, als hätte der Regisseur die Stimmung der TV-Serie einfangen wollen, die ihn als Kind so fasziniert, amusiert und geängstigt hat. Nur, Burton und alle anderen Kinder der 70er Jahre sind heute mittelalterliche Leute, die einerseits bessere Geschichten erwarten und andererseits - auch dank der Weiterentwicklung von Spezialeffekten - an deftigere Horror-Kost gewohnt sind.

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Mein Kommentar
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42 Kommentare
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Alina

Leider sehr enttäuschend
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Shihirou

Tja da wurde versucht, eine geanze Serie in einen Film zu packen. Hat witzige Szenen, die sind leider aber fast alle im Trailer. Sonst wirkt der Film etwas langatmig!
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tongmick2010

Nett aber mehr nicht.. Duo Depp/Burton hat meiner Meinung nach schon bessere Filme produziert.
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necra80

Einer meiner Lieblingsfilme!
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Flavio

Johnny Depp brilliert wie immer... aber sonst nichts spezielles.
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Jennifer12

Witzig und spontan, würde diesen Film aber nicht ein zweites mal ansehen wollen.
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valibu

tipp: den film mehrmals anschauen! all die superlustigen anspielungen verpasst mensch schnell!
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Charmaine

naja habs mir besser vorgestellt.
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Stefan

soso lala hätt ich nicht unbedingt sehen müssen, plämperte so dahin und an mir vorbei.
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cellardoor

es gab lustige stellen, nur die erste hälfte des films ist ziemlich langweilig. das ende hat ein paar überraschungen. der alte look des films hat mir sehr gut gefallen. hatte mir mehr erhofft...
42 Kommentare

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