The Artist
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Filmkritik

Aufstieg und Fall

Keine Dialoge, dafür schwarz-weisse Bilder im Format 4:3 und Zwischentitel: Michel Hazanavicius' melodramatische Komödie erzählt mit anachronistischen Mitteln die Geschichte eines Stummfilmstars in Hollywood, der mit dem Aufkommen des Tonfilms einen steilen Abstieg erlebt.

Hollywood in den 20er Jahren. George Valentin und Hund Jack stehen nach der Vorführung ihres neusten Filmes auf der Bühne des Kinosaals und flirten mit dem Publikum, das ihnen zu Füssen liegt. Als sie über den roten Teppich schreiten, stösst der charmante George auf Peppy Miller, die beim Aufheben ihrer Brieftasche über die Absperrung stolperte. Zu diesem Zeitpunkt weiss George noch nicht, dass genau diese junge Frau später das neue Gesicht im aufkommenden Tonfilm sein wird, in dem er, der von der Kunst des stummen Performens kommt, nicht mehr mittanzen darf. Und dass er Peppys Liebe annehmen sollte, begreift er noch einmal viel später, als er bereits alles verloren hat, was er besass: seinen Ruhm, sein Haus, seine Frau, sein Selbstvertrauen und seinen Lebenswillen.

Eine kleine französische Crew ging nach Los Angeles um in den Studios von Paramount Pictures und Warner Brothers einen Film zu drehen, der in Hollywood spielt, als Hollywood noch Hollywoodland hiess. Der französische Regisseur und Drehbuchautor Michel Hazanavicius nahm die Leute mit, die ihm bereits halfen, sich mit zwei James Bond-Parodien in Frankreich einen Namen zu machen: seine Frau, Bérénice Bejo, die er in der Rolle der Peppy Millers besetzte, seinen Freund Jean Dujardin, dem er die Hauptrolle gab, sowie den Hauskameramann Guillaume Schiffman und den Hausmusiker Ludovic Bource. Das eingespielte Team kann am Erfolg anknüpfen, gleich zwei Preise holte Ther Artist in Cannes ab: Jean Durjardin erhielt als George Valentin die «Goldene Palme» und Uggy, in der Rolle von Jack, wurde mit dem «Palm Dog Award» als bester Hundedarsteller des Jahres ausgezeichnet.

Ein Zitat hier, ein Zitat da, ein Zitat hier, ein Zitat da. The Artist ist voller lustiger Anekdoten, die ihren Ursprung in den Anfängen der Filmgeschichte haben. Aber die anachronistische Erzählweise des Filmes birgt ein Problem. Die bildgestalterischen Mittel, wie die Lichtsetzung, die Kostüme, Gesten reichen selten über das Imitieren hinaus. Und wenn in zwei Szenen tonlos Tonfilm vorgeführt wird, entlarvt sich die Stummheit des Filmes als formales Element, das nicht in die Handlung eingebettet ist. An manchen Stellen also schiebt sich das Formale des Filmes zwischen die Emotionen der Protagonisten und diejenigen des Publikums. Gleichzeitig liegt gerade in der Schwäche des Filmes auch seine Stärke. Sobbald The Artist nämlich spielerisch mit seiner Form umgeht, zum Beispiel als in Georges Alptraum ein Glas plötzlich klingt, als er es abstellt, und der Hund plötzlich bellt, wenn er die Schnauze aufreisst, findet der Film zu einem eigenwilligen Witz und zu einer Schönheit in der Erzählung.

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Mein Kommentar
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46 Kommentare
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Urs23

Hommage an die Stummfilmzeit, deren Zeit aber seit den späten 20er Jahren vorbei ist, wie auch im Film sehr schön dargestellt wird. Einmal sehen ist ok, würde ihn aber nicht noch einmal schauen.
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kayleligh

jean dujardin hat charme und talent, und der Film ist sehr schön
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Pascal

Bin ein grosser Fan von Jean Dujardin. Trotz Stummfilm konnte man die Schauspieler dank grossartiger Leistung gut verstehen. Interessante Handlung und Thematik zwischen neu und alt.
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MOVIEingrid

Ein gelungenes Wagnis, aussergewöhnlich ein STumfilm ganz ohne Action. Ausbalanciert in tollen Bildern und super Musik, wie ich es mag.
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clodl6

wunderschöne Bilder, tolles Kino, klasse Musik, talentierter Hund: -)
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qreene

Hat meine Erwartungen eindeutig übertroffen!
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Thomas

Guter Film, schöne Story - amüsant!
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Tuvok

Klar dass dann alles kommt wie man es schon kennt, er trifft sich mit Ihr, er mag sie irgendwie mehr als Ehefrau DORIS und hat dann bald Presseprobleme, die dann den Filmproduzenten Al Zimmer ziemlich...
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Tuvok

Übrigens im Film kommt auch ein Hund vor, ja das wirkt auf alle Fälle süß, es ist zwar kein Hund der so süß ist wie im Film " Der Hundefänger von Wien" der mit HANS Moser noch immer ungeschlagen ist i...
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Tuvok

Was an dem Film so Besonderes ist, weiß man erst wenn man sich dem im Kino ansieht. Mir auf alle Fälle wird er gefallen das weiß oder denke ich vorher. Da ich auf Douglas Fairbanks Filme abfahre, Char...
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46 Kommentare

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