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Kung Fu Panda 2 - Interview

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Land (Jahr): USA (2011)
Genre:Action, Adventure, Animation, Comedy
Filmlänge:91min
Regie:Jennifer Yuh
Kinostart:16.06.2011
 15.06.2011 (Romandie)
 24.08.2011 (Tessin)

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Jack Black: «Mein Image ist mir egal.»

Der Hollywood-Star über seine Angst vor Angelina Jolie, die Zukunft seiner Band Tenacious D und Arschtritte.

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Jack, ich war ein wenig überrascht, als ich gehört habe, dass du in Zürich bist und nicht mit deinem Freund Dave Grohl in Interlaken abrockst.
Er ist auch hier in der Schweiz?

Ja, er tritt am Greenfield Festival mit den Foo Fighters auf.
Du machst Witze? Interviewst du ihn auch?

Machst du Witze? Jack Black soll das Highlight meines Tages sein!
(Lacht verlegen.) Dann versuch' ich, mich mit einem guten Interview zu revanchieren. Dave ist spitze! Er hat oft die Schlagzeug-Parts unserer Songs von Tenacious D übernommen.

Um deine Band wurde es ziemlich ruhig in letzter Zeit.
Stimmt, aber wir arbeiten an einem neuen Album. Letzte Woche waren wir im Tonstudio, haben schon sieben wirklich gute Songs, ein paar gute Showeinlagen, aber uns fehlen noch zwei, drei Songs und das gewisse Etwas. Etwas Teuflisches!

Luzifer, äh, ich meine Lucy?
Genau. Es kann kein Tenacious D ohne Lucy geben.

Wird es einen weiteren Tenacious D-Film geben?
Ach, ich hab nie gesagt, dass es überhaupt einen geben wird. Der erste lief nicht so besonders. Obwohl: Ich hab vor ein paar Tagen erfahren, dass er recht profitabel war.

Das wusstest du nicht?
Ich weiss immer noch nicht, wie der jetzt noch Geld einbringt. Kaufen die Leute tatsächlich noch die DVD? Ich habe meine Band jedenfalls immer nahe bei mir - im Schritt. (Er zeigt seine Gürtelschnalle mit dem Luzifer-Logo).

Lieber im Schritt als im Herzen?
Ja, das ist besser so. (Lacht). Nein, ist es nicht...

Am Herzen liegt dir gerade ein Tiger, wenn ich mir dein T-Shirt etwas genauer ansehe.
Ja, ich mag Tiger. Sie sind elegant, aber doch gefährlich.

Wie Angelina Jolie in ihrer Rolle?
Genau.

Warum wart ihr eigentlich nicht gemeinsam im Studio, um eure Figuren zu «vertonen»?
Weiss ich auch nicht so genau, aber ich mag's so. Ich wäre wohl zu nervös wegen Angelina gewesen. Und ich hatte Angst, ihr auf die Nerven zu gehen, weil ich so ein Perfektionist bin. Ich mag es, stundenlang im Tonstudio zu arbeiten, bis jede Szene perfekt sitzt. Während sie vielleicht ab und zu auf die Uhr geschielt und gedacht hätte: «Jack, hör mal ich hab' heut noch ein Dinner mit Brad!» Auf so etwas bin ich überhaupt nicht scharf. Andererseits: Vielleicht ist sie genau so perfektionistisch wie ich.

Du sprichst einen Pandabär, der Kung Fu beherrscht. Prügelst du dich gerne auch im richtigen Leben?
Ich würde es tun, wenn ich mitbekomme, dass jemand unfair behandelt wird. Dann habe ich den Drang, ihn zu verteidigen. Aber ich bin bis jetzt noch nie wirklich in eine Situation gekommen, in der ich so den Helden hätte markieren müssen.

Nicht so wie Po?
Wenn ich gewisse Politiker reden höre, würde ich ihnen am liebsten eine reinhauen. Aber ich würde nie eine Prügelei anzetteln, bloss weil ich mies drauf bin.

Zurück zum Film: Es fällt auf, dass das Sequel emotionaler ist. Was hat dir mehr Spass gemacht: den tollpatschigen Panda zu sprechen oder den sentimentalen?
Der erste Teil ist so lange her. Ich kann nicht wirklich sagen, welcher Film mir mehr Spass gemacht hat. Der zweite Teil scheint hat mehr Tiefgang. Po ist älter geworden, sein Charakter hat sich weiterentwickelt.

Du kommst oft als lustiger, pummeliger, aber cleverer Typ rüber. Magst du eigentlich dein Image?
Ich denke nicht gross darüber nach. Ich versuche einfach, mich selbst zu bleiben und fühle mich wohl dabei.

Also bist du teilweise auch ein wenig wie deine Figuren, die du darstellst? Wie Barry in High Fidelity?
Ja, der bin ich! Vielleicht nicht so gemein und wertend.

Ach, gib's zu!
(Lacht.) Ok, vielleicht bin ich das. Obwohl, ich würde nie jemandem gemeine Sachen ins Gesicht sagen oder ihn skrupellos fertigmachen wie Barry.

Du scheinst mit deinen Rollen zufrieden zu sein. Könntest du dir trotzdem vorstellen, schauspielerisch eine völlig andere Richtug einzuschlagen?
Ja. Ich arbeite mit Richard Linklater an einem ziemlich düsteren Projekt. Es geht um einen Leichenbestatter in Texas, der wegen Mordes verurteilt wird und ins Gefängnis kommt - eine wahre Geschichte. Dass er verurteilt werden sollte, ist klar. Aber gleich lebenslänglich? Das ist fragwürdig.

Was war die beste Entscheidung deines Lebens?
Eine Familie zu gründen. Meine beiden Söhne sind mein bisher grösstes Meisterwerk.

[Jack Black wurde interviewt von Ana Matijasevic, Cineman.ch]

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