Just Go with It - Interview
| Aka Titel: | Meine erfundene Frau |
| Land (Jahr): | USA (2011) |
| Genre: | Comedy, Romance |
| Filmlänge: | 116min |
| Regie: | Dennis Dugan |
| Kinostart: | 24.02.2011 |
| 23.03.2011 (Romandie) | |
| 27.05.2011 (Tessin) |
Brooklyn Decker: «Im richtigen Leben trage ich Kleider!»
Wie ist es, das sexy Dummchen zu spielen? Cineman im Telephon-Interview mit dem Busenwunder - kurz vor der Europapremiere in der deutschen Hauptstadt.
Brooklyn! Woher rufen Sie an?
Aus dem Adlon. Ein unglaubliches Hotel. Ich hab's gegoogelt, bevor wir herflogen. Verrückte Geschichte: Das Haus ist 1946 oder sowas komplett abgebrannt, man hat's dann wieder aufgebaut. Schade, können Sie nicht hier sein.
Sind Sie schon angezogen für die Premiere?
Wo denken Sie hin! Sobald ich mit Ihnen fertig bin, renne ich in mein Zimmer hoch und ziehe mich an.
Sie wurden als Bikini-Model berühmt. Sie tragen in jeder zweiten Szene von Just Go with It ein Bikini. Ich schätze, Sie müssen auch im Bikini über den roten Teppich?
(Lacht.) Dafür ist es viel zu kalt hier. Das mag jetzt seltsam klingen: Aber im richtigen Leben trage ich Kleider. Ich halte auch die junge Frau, die ich im Film spiele, für braver als es scheint. Natürlich ist sie immer fast nackt. Aber der Film spielt auf Hawaii, da gibt man sich eben so freizügig.
Was ist härter: ein Fotoshooting oder ein Filmdreh im Bikini?
Der Filmdreh, keine Frage. Bei einem Fotoshooting wieseln nur fünf, sechs Leute um einen herum, auf einem Filmset sind es zwischen 50 und 60. Dadurch wird alles komplizierter. Von den Paparazzi rede ich schon gar nicht erst, die können einem richtig Angst machen. War aber alles weniger schlimm als es hätte sein können.
Das ist ihr erster Film. Ist es auch die Rolle, von der Sie geträumt haben?
Ich habe nicht unbedingt davon geträumt, mich einen Film lang in einem Bikini von Männern anglotzen zu lassen, aber ich wollte immer schon mit Leuten wie Adam Sandler oder Jennifer Aniston drehen. Mehr kann jemand wie ich doch nicht verlangen.
Just Go with It macht sich auch über die Entsetzlichkeiten lustig, die Schönheits-OPs anrichten. Eine richtige Freakshow - bis Sie auftauchen.
Furchtbar, ja. Viele Frauen gehen viel zu weit, die lassen sich teilweise ja komplett umbauen. Ich glaube an sowas wie «Altern in Anmut», wie es eine Diane Keaton vorlebt oder Meryl Streep. Aber offen gesagt: Ich bin erst 23! Wie kann ich sagen: Ich glaube nicht an Schönheits-OPs, ich muss mir ja noch keine Sorgen um meinen Body machen. Kann aber gut sein, dass das in 30 Jahren anders aussieht. Ich glaube aber: Frauen, die auf natürliche Weise altern, altern am schönsten.
Ist Adam Sandler der entspannte Typ, als der er immer rüberkommt?
Absolut. Er ist privat genau so witzig wie in den Filmen. Das Ding bei Adam ist: Er arbeitet seit Jahren immer mit denselben Leuten, er fühlt sich pudelwohl mit seinen Jungs. Aber er macht es einem auch leicht, sich in die Sandler-Familie reinzufinden. Er will, dass man Spass hat auf dem Set. Wir haben viel gelacht beim Arbeiten.
Sandler hält sich selten ans Script. Wie kamen Sie als Grünschnabel damit klar?
Adam und Jennifer improvisieren die ganze Zeit. Ich hab's vorher nie gemacht, habe mich aber rasch wohl gefühlt damit. Wahrscheinlich, weil ich mich mit den beiden so gut verstanden habe. Wir haben den Film digital gedreht, konnten also eine Szene einfach mal 30 Minuten laufen lassen und viel ausprobieren. Meistens passieren genau dann die Sachen, die man brauchen kann.
Und wie war Jennifer Aniston?
Sie ist wunderbar. Ich seh ihr einfach gerne zu, wenn sie in ihrem Element ist. Sie fühlt sich so wohl, wenn sie Comedy macht. Hat einfach Spass gemacht, ihr beim Arbeiten zuzugucken.
Trägt sie eigentlich eine Perücke?
(Lacht.) Nein, alles Echthaar!
Alle Figuren im Film machen Witze - ausser Sie. Sie sind nur das sexy Dummchen, das allen Ernstes nicht kapiert, was ihr hier gespielt wird.
Das war echt hart, weil man als Schauspieler auffallen möchte. Aber es war mein Job, die ernste, stille Person zu sein, war aber wirklich nicht leicht. Ich musste mir immer mal wieder sagen: Bleib ruhig, bleib ernst, du darfst jetzt nicht witzig sein.
Stichwort «Fäkalhumor» - auch ein Markenzeichen von Adam Sandler. Können Sie lachen, wenn Kinder über Männerhände kacken, die sich dummerweise in eine Kloschüssel verirrt haben? Ich leider nicht.
Ich hab nicht viel Erfahrung mit Comedy, aber mich haut sowas um, da muss ich wirklich laut herauslachen. Natürlich ist es kindisch, und als Erwachsener sollte man es nicht lustig finden. Aber genau darum geht's doch.
Letzte Frage, grosse Frage: Was macht eine gute romantische Komödie aus?
Oh, sehr schwierig. (Schnaubt.) Viel Herz, würde ich sagen. Man muss die Figuren gern haben können.
[Brooklyn Decker wurde interviewt von Stefan Gubser, Cineman.ch]
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