Jack and Jill
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Interview

Adam Sandler: «Mein Ding hing raus wie bei einem Pferd!»

Für seine Crossdressing-Komödie gibt's gerade mächtig Haue von der Kritik. Geht's noch anspruchsloser, Adam Sandler? Protokoll einer Pressekonferenz.

Wie haben Sie Ihre feminine Seite entdeckt? Wie haben Sie Ihre innere Jill gefunden? Haben Sie sich von einer Frau in Ihrer Familie inspirieren lassen?
Von mehr als einer. Ich habe schon als Kind meine Grossmutter, meine Mutter und meine Schwester imitiert. Als ich Jack and Jill schrieb, hatte ich schön der Reihe nach alle Frauen meiner Familie vor Augen - für jede Szene eine andere. So à la: «Und jetzt trimmen wir die Jill mal ein bisschen auf meine Cousine.» In dem Film steckt meine halbe Familie drin. Sie werden hoffentlich nie mehr mit mir reden, wenn sie ihn gesehen haben (lacht).

Man hat also wenig Humor im Hause Sandler.
Ich mache mich ja nicht wirklich lustig über meine Familie, ich liebe die doch alle. Ausserdem würden sie mich schlagen. Meine Schwester ist viel stärker als ich, und mein Bruder ist grösser. Und meine Mutter, nun ja, mein Vater lebt leider nicht mehr, aber ich habe immer Angst, dass sein Geist zurückkommt und mich vermöbelt, wenn ich nicht nett genug bin (lacht).

Fast jeder Schauspieler meint, er müsse sich einmal in seiner Karriere als Frau versuchen. Meist mit der Begründung: Das funktioniert halt so gut in Komödien. Darüber kann man sich natürlich streiten. Aber was ich Sie eigentlich fragen wollte: Was ging in Ihnen vor, wenn Sie sich in Jill verwandelten?
Das schwierigste Unterfangen war, meinen Schritt einigermassen damenhaft aussehen zu lassen. Der Allmächtige hat es gut gemeint mit mir da unten. In einer Szene sollte ich einen kurzen Rock tragen, aber das Ding hing raus wie bei einem Pferd! Nein, Blödsinn - es war ein Kinderspiel. Rock anziehen, in den Spiegel schauen und sagen: «Lass uns rausgehen und eine Dame sein.»

Und die Dame im Spiegel sah wie Ihre Mutter aus?
Wo denken Sie hin! Meine Mutter ist eine hübsche kleine Rothaarige. Meine ganze Familie sieht besser aus als ich. So eine wie Jill ist höchstens mal im College neben mir aufgewacht.

Wie ums Himmels willen haben Sie's bloss geschafft, einen Al Pacino in diesen Film zu quatschen?
Das war hart und hat lange gedauert. Aber Al ist ein cooler Typ, der immer darum bemüht ist, gute Arbeit abzuliefern. Wir sind Freunde geworden.

Warum wollten Sie ausgerechnet Katie Holmes als Ihre Filmehefrau?
Sie ist ja die einzig normale Person im ganzen Drehbuch. Ich brauchte also eine Frau, die richtig nett ist, einen Ehemann aushält, der gelegentlich durchdreht, und die auch dann noch gut gelaunt den Haushalt schmeisst, wenn ihre irre Schwägerin vorbeikommt. Ich wusste einfach: Katie hat das drauf.

Ihr Filmschwager Santiago Segura ist Spanier. Muss man davon ausgehen, dass seine Gürtellinie ein wenig höher liegt als die Ihre?
Santiago war total easy. Wir mögen dieselben Sachen und wissen sehr genau, was uns zum Lachen bringt. Das mit dem Humor ist etwas Internationales, irgendwie, wer weiss das schon genau. Und hey, er wurde dafür bezahlt, meine Witze zu mögen.

Die Fragen stellte Stefan Gubser, Cineman.ch

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