Johnny Blaze (Nicolas Cage) leidet seit Jahren unter dem Fluch des Ghost Riders. Der Feuerdämon in ihm bricht sich immer wieder den Weg frei und sorgt für Tod und Verwüstung. Nach wie vor sucht Blaze nach einem Weg, den Dämon loszuwerden. Doch plötzlich benötigt er ihn: Er muss einen zehnjährigen Jungen davor beschützen, in die Hände des Teufels zu fallen, und nur als Ghost Rider kann er gegen die Lakaien der Hölle bestehen. Für den Geist der Rache beginnt ein erbarmungsloser Kampf um die Seele eines unschuldigen Kindes.
Obwohl mit niedrigerem Budget als der Vorgänger versehen, soll Ghost Rider: Spirit of Vengeance mit viel Action punkten. Dafür bürgen schon die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor, die sich mit den überdrehten Crank-Filmen einen Namen gemacht haben. Ein kluger Plan, der jedoch nur bedingt aufgeht. Es gibt ein paar wirklich dynamische Actionsequenzen, vor allem im Finale, problematisch ist jedoch, dass Neveldine und Taylor nur wenige Ideen haben. Sie können Action zwar mitreißend umsetzen, greifen aber ständig auf dieselben visuellen Tricks zurück. Was anfangs noch cool und innovativ erscheint, wirkt am Ende abgestanden und altbekannt.
Das weit größere Problem des Films ist jedoch das Drehbuch, das wie der Kopf des Ghost Riders kein Fleisch auf den Knochen hat, sondern mit seiner episodischen Struktur noch nicht mal Anflüge von Charakterentwicklung zeigt, sondern nur dahingehend getrimmt wurde, möglichst viel Action in möglichst kurzer Zeit zu bieten. Das reicht, wenn man sich damit begnügen will, einfach nur viel Getöse zu sehen, aber da die Handlungsträger dem Zuschauer nicht nähergebracht werden, sind sie ihm letzten Endes auch völlig egal.
Zwar ist der Film längst nicht so schlecht wie sein Vorgänger. Gut ist er aber auch nicht. Kann man auf ein Mindestmaß an Geschichte und Charakterentwicklung verzichten, dann funktioniert der Film als Action-Vehikel leidlich. Wahr ist aber leider auch, dass der Film ohne einen Star wie Nicolas Cage direkt im Heimkino gelandet wäre. Enttäuschend gestaltet sich die 3D-Darbietung, die gerade mit der Action rund um den Ketten schwingenden Ghost Rider deutlich beeindruckender sein müsste. Auf Anhieb fallen genügend Szenen ein, bei denen man mit 3D die Zuschauer ins Staunen hätte versetzen können. Stattdessen passt sich die Technik der Geschichte an: Alles bleibt flach.