Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

3.43 m&m's | 259 User

Alle Kommentare (42) m&m's Movie Charts

75 User haben ihre Watchlist nicht freigegeben.

Watchlist-Charts

Salt - Interview

Auf Watchlist setzen

76

User

poster
Land (Jahr): USA (2010)
Genre:Action, Thriller
Filmlänge:100min
Regie:Phillip Noyce
Kinostart:19.08.2010
 25.08.2010 (Romandie)
 29.10.2010 (Tessin)

mehr +

Jetzt DVD bestellen

Angelina Jolie: «Kleopatra würde ich gerne spielen.»

Auf einen Kaffee mit dem Superstar: Angelina Jolie über Kinderziehung, bissige Hunde und ihre Zukunft.

Angelina Jolie.
vergrössernAngelina Jolie.

Einen Actionthriller wie Salt zu drehen: Ist das nur ein Vergnügen?
Es war ein wenig schmerzhaft, als ich in die Wand rennen musste. (Lacht.)

Da scheinen Sie sich auch verletzt zu haben.
Ja, ich habe eine kleine Narbe an der Stirn davongetragen.

Sonst was Bemerkenswertes passiert auf dem Set?
Der Hund mochte mich nicht, was sehr mühsam war. In der Szene, in der er in meinem Rucksack steckt, hat er die ganze Zeit wie verrückt gejault und mir beinahe das Ohr abgebissen.

Wie erklären Sie sich eigentlich diese Brangelina-Obsession?
Wir sind nur Mum und Dad. Alles andere interessiert uns nicht.

Dürfen sich Ihre Kinder eigentlich Ihre Filme anschauen?
Ich habe ja so viele. (Lacht.) Die Älteren dürfen, aber sie interessieren sich noch nicht wirklich dafür. Brad und ich haben ihnen neulich einen Animationsfilm gekauft, für den wir die Stimmen gesprochen haben. Ich glaube, unsere Kids meinen, wir machen Voice-over für Trickfilme.

Sie machen - wenn immer möglich - alles selbst, auch die Stunts. Muss Brad Angst um Sie haben?
Kein bisschen. Er ermahnt mich höchstens ab und zu, nicht nachlässig zu sein. Wir sind beide sehr verantwortungsvoll und wissen, dass wir Kinder haben. Bevor wir etwas tun, denken wir darüber nach und machen es dann richtig.

In «Salt» sind Sie eine Frau, die ziemlich hart drauf ist: Wie schwer fällt es Ihnen, am Abend die sanfte Mutter und Ehefrau zu spielen?
Meine Familie kennt alle meine Seiten. Und bei mir ist es eher so, dass ich es kaum erwarten kann, mit den Kindern zu spielen, gerade wenn ich eine Frau spiele, die so tough drauf ist wie die CIA-Agentin Evelyn Salt. Ich lebe nicht in zwei getrennten Welten.

Man liest wieder öfter, Sie hätten vor, mit der Schauspielerei demnächst Schluss zu machen.
Unsinn. Ich glaube einfach, ich werde in den nächsten Jahren viel weniger Zeit für die Schauspielerei haben, weil es andere Dinge gibt, die mich auch interessieren. Ich liebe meinen Job, ich bin stolz auf meine Karriere. Aber gut möglich, dass ich eines Tages sage, ich habe alle meine Geschichten erzählt, das war's.

Sie haben in letzter Zeit einige Projekte abgelehnt, weil sie sich Ihrer Familie und Ihrer humanitären Arbeit widmen wollten.
Brad und ich machen es so, dass ich zu Hause bin, wenn er arbeitet - und umgekehrt. Meine humanitäre Arbeit kann ich zu einem guten Teil von Zuhause aus erledigen. Das funktioniert natürlich nur, weil ich mit Brad einen wirklich aussergewöhnlichen Partner habe.

Sie haben die Schauspielerei, Ihre humanitäre Arbeit: Was sonst würden Sie gerne machen?
Ich möchte nur meine Kinder gross ziehen. (Lacht.) Je älter sie werden, desto mehr Aufmerksamkeit brauchen sie. Brad und ich verbringen jetzt schon viel Zeit mit ihnen, aber ich will einfach da sein für sie - für alles. Jetzt sind sie viel zu Hause, und man kann sie überallhin mitschleppen. Wenn sie grösser sind, wollen sie mit ihren Freunden zusammensein. Wir werden unser Leben mehr nach ihren Bedürfnissen ausrichten müssen.

Sie werden weniger reisen können.
Ich hoffe, sie sind schon süchtig geworden nach der Reiserei. Ich hoffe, unsere Kinder werden den Ländern verbunden bleiben, aus denen sie kommen. Vielleicht ein Jahr eine Auszeit nehmen und sich da nützlich machen. Wir haben ja etwas in Namibia aufgebaut und in Vietnam.

Sie erzählen gerne, Ihre Tochter Shilo sei ein Mädchen, das ein Junge sein will.
Sie ist erst vier, man sollte das nicht überbewerten. Aber ja, Shilo wollte immer angezogen sein wie ein Junge, die Haare tragen wie ein Junge, sie mag Krawatten, sie wollte eine Zeitlang nur John genannt werden. Sie mag es halt. Einige Knaben wollen Superman sein, sie möchte sein wie ihre Brüder. Es war überraschend für uns, aber so ist sie eben. Find ich lustig.

Was bringt Sie noch zum Lachen?
Wie alle mochte ich The Hangover. Ich finde auch meine Kinder sehr witzig. Ich albere übrigens gerne herum, kichere ständig, vor allem, wenn ich schwanger bin.

Sie machen Drama und Action: Schon über Comedy nachgedacht?
Da gibt es andere Schauspielerinnen, die das viel besser können. Die sollen das machen. Ich würde es aber gerne mal versuchen.

Mögen Sie es, sich Ihre eigenen Filme anzukucken?
Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, für einen Schauspieler ist es besser, nicht zu sehr darauf zu schauen, wie er rüberkommt, wie er aussieht, wie er wirkt in einem Film. Das hält ihn nur davon ab, sich in seine Rolle zu versenken.

In «Salt» sind Sie blond. Hat's Spass gemacht?
Ich gefalle mir dunkel besser. (Lacht.)

Was haben Sie von den CIA-Agentinnen gelernt, mit denen Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet haben?
Fast zu viel. (Lacht.) Das Interessanteste an diesen Frauen ist, dass sie nichts erzählen dürfen, nicht mal ihren Partnern. Die müssen ihnen sagen: Ich mache jetzt eine Reise, aber ich darf nicht verraten, wohin sie geht. Und sind sie wieder daheim, müssen sie erst recht den Mund halten. Es muss wahnsinnig schwierig sein, sich so allein zu fühlen. Für alle diese Frauen war es eine Riesenerleichterung, als sie den Dienst bei der CIA quittieren konnten.

Könnten Sie als Agentin arbeiten?
Wenn ich müsste, ja. Ich kann ein Geheimnis für mich behalten. (Lacht.) Aber für mich wäre es sehr schwierig, nicht mit meiner Familie über mein Leben, meine Gefühle reden zu können.

Was kommt als nächstes?
Kleopatra würde ich gerne spielen. Ich dachte, das kann man nicht nachspielen und habe mir die alten Versionen angesehen. Dann habe ich über Kleopatra gelesen und entdeckt: Sie war nicht so eine große Schönheit, ihr Intellekt war grösser. Vieles wurde noch nicht erzählt. Ich denke, das ist die richtige Story.

[Angelina Jolie wurde interviewt von Stefan Gubser]

weitersagen